Bayern

"Seriös statt tendenziös urteilen – verantwortlich handeln"

Als völlig unbegründet, tendenziös und damit unverantwortlich hat Bayerns Kultusministerium die Aussagen des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes wie auch der SPD in Bayern zu den vermeintlichen Ergebnissen der PISA-Studie 2009 zurückgewiesen.

06.12.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die Ergebnisse von PISA liegen noch nicht vor, aber BLLV und SPD betreiben wieder einmal pure ideologische Polemik", kritisierte Minister Spaenle. "Wir müssen seriös urteilen und danach verantwortlich handeln."

Unverantwortlich ist, dass die beiden Organisationen die bildungspolitische Realität in Bayern völlig aus den Augen verloren haben und sie ohne jegliche Grundlage unter fadenscheinigem Rückgriff auf die noch nicht veröffentlichten Daten von PISA völlig verzeichnet darstellen.

"Falls die deutschen Schülerinnen und Schüler bei den PISA-Ergebnissen gut abschneiden, freut mich das als KMK-Präsident und als bayerischer Kultusminister ganz besonders. Im Freistaat Bayern haben wir in den vergangenen Jahren weitreichende Verbesserung in Schule und Unterricht erreicht, und zwar mit Blick auf die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler", führte Bayerns Kultusminster aus.

"Die Handlungsaufträge, die sich aus den aktuellen Daten von PISA ergeben, werden wir konsequent angehen", sicherte Minister Spaenle zu.

Bayern hat die individuelle Förderung in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. So wurden im Doppelhaushalt 2009/2010 rund 2.700 zusätzliche Planstellen für Lehrer geschaffen.

Allein zu diesem Schuljahr wurde die Anzahl der gebundenen Ganztagszüge um rund ein Viertel und die Anzahl der offenen Ganztagsgruppen um mehr als 300 ausgeweitet.

In der Grundschule sowie in den weiterführenden Schularten wurde die individuelle Förderung gerade in der 5. Jahrgangsstufe ausgebaut. Die durchschnittliche Klassenstärke konnte in mehreren Schularten wie den Grund- und Hauptschulen weiter gesenkt werden. Die Förderung der Kinder mit Migrationshintergrund wurde weiter ausgebaut, um ihre Chancen zu verbessern.

Das Kultusministerium wird jedenfalls erst morgen Stellung beziehen - nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie und damit auf einer gesicherten Datenbasis. "Seriös statt tendenziös urteilen und verantwortlich handeln, das ist das richtige Vorgehen in Bildungsfragen", so der Minister. "Denn uns geht es um die Bildungsrealität und die Zukunft von jungen Menschen."


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