Spaenle

SPD hat Entwicklung der jüngsten Jahre nicht im Blick

"Wir bieten unseren jungen Menschen in Bayern landesweit vergleichbare Bildungsbedingungen und haben in den vergangenen Jahren das Netz der Realschulen, Gymnasien, Beruflichen Oberschulen und Technikerschulen enger geknüpft, auch um die Bildungschancen junger Menschen im ländlichen Raum weiter zu verbessern." So kommentiert Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle die Interpretationen des Zensus 2011 des Statistischen Landesamts durch die SPD-Landtagsfraktion.

18.06.2014 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wer Bildungserfolg einseitig wie die SPD mit dem Abiturzeugnis gleichsetzt, der wird den jungen Menschen, ihren Leistungen in den Schulen verschiedener Schularten und den bewussten Entscheidungen der jungen Menschen und ihrer Eltern nicht gerecht."

Bayern hat in den jüngsten Jahren rund 100 neue Schulen errichtet, davon viele im ländlichen Raum: u.a. die Realschulen in Murnau, Mainburg und Prien am Chiemsee, die Gymnasien in Wendelstein, Buchloe und Ergolding, aber auch gut 10 Fach- und Berufsoberschulen z.B. in Waldkirchen, Marktredwitz und Lauf an der Pegnitz sowie knapp 20 Technikerschulen im ländlichen Raum.

Mittelschule und Realschule bedeuten Bildungserfolg

Für Minister Spaenle ist klar: "Wenn sich ein junger Mensch mit seinen Eltern bewusst für eine Realschule, eine Mittelschule oder eine Wirtschaftsschule entscheidet, eröffnet dieser schulische Weg diesem Kind sowohl den Weg zu einer beruflichen Ausbildung als auch zum weiteren schulischen Anschluss bis hin zur Hochschulreife." Bayern bietet neben dem klassischen Weg zur Hochschulreife über das Gymnasium den Weg über die Berufs- und Fachoberschule. Der Anteil der Schulabsolventen mit Hochschulreife liegt in Bayern bei rund 43 Prozent. Von diesen sind mehr als zwei Fünftel den Weg der beruflichen Bildung gegangen.

Bayern bundesweit vorn: Hier erreichen fast alle Schüler einen Schulabschluss

Bayerns Schüler schneiden im bundesweiten Vergleich sehr gut ab, dies hat der Bundesbildungsbericht 2014 erwiesen. "Nur 4,8 Prozent der Jugendlichen verlassen in Bayern die Schule ohne den Hauptschulabschluss", zitiert Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle aus dem Bundesbildungsbericht. "Das ist der niedrigste Wert in allen Ländern in Deutschland", so Minister Spaenle. "Es gelingt Bayern gleichzeitig, dass die jungen Menschen im Bundesvergleich überdurchschnittliche Leistungen an allen Schularten erbringen. Das Prinzip von Fördern und Fordern im differenzierten Bildungswesen erzielt Erfolg - landesweit."

"Mit dem einfachen Auflisten der Zahl von Abiturienten in den Regionen, wie dies die SPD-Abgeordnete Karl auf der Basis der Daten des Zensus von 2011 heute anno 2014 tut, lassen sich Bildungserfolg und Lebenschancen junger Menschen nicht darstellen", betonte Minister Spaenle. Die SPD-Abgeordnete Karl habe die jüngste Debatte nicht wahrgenommen, dass gerade Menschen gebraucht werden, die eine duale Ausbildung durchlaufen. Bayern benötige auch hervorragend qualifizierte Handwerker. Das Abitur allein sei keine Garantie für eine gute berufliche und gesellschaftliche Zukunft. Wichtig sei ein qualitätsvoller schulischer Abschluss und eine entsprechende berufliche Qualifizierung.

Diese Feststellung bedeutet für Minister Spaenle nicht, dass sich Bayern selbstgerecht zurücklehnen könne. Weitere Anstrengungen seien gefordert, etwa zur Förderung von Zuwandererkindern.

Bildungsausgaben deutlich gesteigert

"Bayern ist den Weg der Steigerung der Bildungsausgaben pro Kind konsequent gegangen und hat so das Fundament für vergleichbare Bildungschancen in Stadt und Land weiter verbreitert", so Minister Spaenle. Liegen im Bundesdurchschnitt die Bildungsausgaben pro Schüler an allgemeinbildenden Schulen bei rund 6.500 Euro, so betragen die Ausgaben in Bayern pro Schüler rund 7.100 Euro. "In den vergangenen zehn Jahren konnten wir in Bayern den Bildungsetat um mehr als ein Viertel auf knapp 11 Milliarden Euro steigern und so die Chancen unserer jungen Menschen weiter verbessern", betonte der Minister.


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