Staatssekretär Willems regt intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule an

Nach Meinung vieler Erziehungswissenschaftler können Kinder und Jugendliche nur dann individuell gefördert und zu besseren Schulleistungen geführt werden, wenn in den Familien die schulische Arbeit unterstützt und gewürdigt wird. Mehr als 40 Prozent der an PISA beteiligten deutschen Schülerinnen und Schüler gaben an, dass sich ihre Eltern "nicht ausreichend" für Fortschritte oder Probleme beim Lernen interessieren.

12.05.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Staatssekretär Winfried Willems regte aus diesem Grunde eine verstärkte Zusammenarbeit von Lehrkräften und Eltern an. Als Kernpunkt einer fruchtbaren Zusammenarbeit bezeichnete Willems die Entwicklung einer kontinuierlichen, offenen und vertrauensvollen Gesprächskultur zwischen Elternhaus und Schule. Hierzu seien regelmäßige Elterngespräche im Rahmen von Elternsprechtagen, Lehrersprechstunden, Elternstammtischen oder anderen Formen offener Gesprächskreise geeignet. Erforderlich seien daneben auch Elternbesuche und die Durchführung von Elternversammlungen. "Wichtig ist", so Willems, "dass die Eltern den Entwicklungsstand ihrer Kinder kennen lernen und über die Arbeit in der Schule genau informiert werden. Diese Kenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für eine sinnvolle Beteiligung der Eltern."

Da die Eltern unverzichtbare Partner bei der Gestaltung des Klassen- und Schullebens sind, sollen in die Jahresplanung Möglichkeiten aufgenommen werden, bei denen Eltern konkrete unterrichtliche und außerunterichtliche schulische Vorhaben unterstützen, z.B.

  • Mitwirkung als Experten im Unterricht,

 

  • Unterstützung von außerunterrichtlichen schulischen Förderangeboten,

 

  • Mitwirkung bei Exkursionen, Schulfahrten, Schullandheimaufenthalten,

 

  • Unterstützung der Berufs- und Studienwahl der Schülerinnen und Schüler

Ein weiteres Anliegen des Kultusministeriums besteht darin, Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu stärken. Zur Bearbeitung von Themen wie:

  • Mein Kind kommt in die Schule. - Was erwartet die Schule? - Was kann ich tun?

 

  • Welche Schullaufbahn ist für mein Kind die richtige?

 

  • Wie unterstütze ich die Berufs- und Studienwahl meines Kindes?

 

  • Schulschwänzen - (k)ein Problem?

 

  • Sucht und Drogen - (k)ein Thema?

 

  • Medienerziehung zu Hause?

steht den Schulen eine Auswahl geeigneter Referentinnen und Referenten auf dem Landesbildungsserver (www.bildung-lsa.de) zur Verfügung. Darüber hinaus können sich Schulen auch selbst um Experten bemühen, die thematische Elternveranstaltungen leiten. Wegen der Bedeutung der Elternarbeit stellt das Kultusministerium hierfür 25.000 Euro zur Verfügung.


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