Stärkungspakt für Gymnasien – angemessene Antwort auf die Lehrerkritik in der aktuellen Allensbach-Umfrage
Die in einer repräsentativen Allensbach-Umfrage im Auftrag der Vodafone-Stiftung durchgeführte Befragung von Lehrerinnen und Lehrern in Deutschland dokumentierte u. a. dass weniger als 30 Prozent aller Pädagogen keine Chance sehen, in den Schulen eine "gezielte Förderung nach Begabung der Kinder" vorzunehmen. Die befragten Eltern geben nur zu 20 Prozent an, dass sie dies unter den gegebenen Rahmenbedingungen für möglich halten.
25.04.2013 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Damit erhält der am heutigen Tag im Landtag verhandelte FDP-Antrag nicht nur eine besondere Dringlichkeit, sondern auch eine bemerkenswerte Unterstützung. Ausdrücklich unterstützt der nordrhein-westfälische Philologen-Verband die vorgelegten konkreten und sehr zielführenden Forderungen zu einer umfassenderen individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen an den Gymnasien. "Um den vielzähligen Herausforderungen des Gymnasiums gerecht werden zu können, ist es unabdingbar, die personellen Ressourcen deutlich aufzustocken. Die sogenannten rechnerisch nach dem Doppelabiturjahrgang bestehenden ca. 1.000 sogenannten "Überhangstellen" an den 36 Gymnasien sollten daher nicht in den nächsten Monaten bereits wieder abgebaut werden, sondern im Sinne des FDPAntrags den Schulen ´zur umfassenden Stärkung der individuellen Förderung` zur Verfügung stehen. Schon jetzt führt die rigorose Streichung sämtlicher Vertretungsmittel für die Gymnasien zu extremen Problemen bei der Unterrichtsversorgung, insbesondere in den Mangelfächern", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes.
Die FDP fordert in ihrem Antrag (Drucksache 16-2122) zu Recht Maßnahmen für die Gymnasien "die z. B. mehr multiprofessionelle Unterstützung, eine qualitative Stärkung des Ganztags oder aber auch spezialisierte Fortbildungsangebote zur individuellen Förderung ermöglichen können. Auch zusätzliche Förderangebote im Sinne des Enrichments und Unterstützung von Maßnahmen der Akzeleration können so ausgeweitet werden. Neben Vertiefungskursen ist es unerlässlich, die Exzellenzförderung umfassend zu stärken. Auf erweiterte und individualisierte Förderangebote 2 im Bereich der Spitzenleistungen muss zukünftig ein vermehrtes Augenmerk gerichtet werden. Gerade auch die Entfaltung z. B. mehrsprachiger Potentiale von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sollte Berücksichtigung finden."
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