Sportangebote

Startchancen-Programm stärkt Bewegung an Thüringer Schulen

In einem neuen Projekt wird an zwölf Startchancen-Schulen künftig die Zusammenarbeit von Schulen und organisiertem Sport intensiviert, um den nachweislich positiven Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernerfolg gezielt zu nutzen.

09.10.2026 Thüringen Pressemeldung Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
  • Drei Kinder laufen auf einem Sportplatz über eine Laufbahn. © Adobe Stock Insbesondere Kinder und Jugendliche, die bislang wenig Zugang zu Sport- und Bewegungsangeboten haben, sollen erreicht und gefördert werden.

Gemeinsam mit dem Landessportbund Thüringen und der Thüringer Sportjugend startet hierzu ein Programm mit einem Finanzvolumen von rund 709.000 Euro und einer Laufzeit bis zum 31. Juli 2029. Drei hauptamtliche Bewegungsmanagerinnen oder Bewegungsmanager sollen an den zwölf Startchancen-Schulen passgenaue Sport- und Bewegungsangebote in den Schulalltag integrieren und Kooperationen mit örtlichen Sportvereinen aufbauen. Damit unterstützt das Projekt die pädagogische Arbeit und Schulentwicklung und öffnet die Schulen stärker in den Sozialraum. Für den Thüringer Sport ist es eine Premiere.

„Das Startchancen-Programm eröffnet Schulen neue Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche individuell zu unterstützen und ihre Teilhabe zu stärken. Dazu gehört auch, den Zusammenhang zwischen Lernen und Bewegung zu festigen und Schülerinnen und Schülern in den Schulen zusätzliche Zugänge zu Sport und Bewegung zu eröffnen. Mit den Bewegungsmanagerinnen und Bewegungsmanagern bringen wir die Expertise des organisierten Sports direkt an die Startchancen-Schulen und stärken zugleich die Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort. Davon profitieren Schulen, Kinder und Jugendliche ebenso wie die Sportlandschaft in den Regionen,“, sagt Thüringens Bildungsminister Christian Tischner.

Die Bewegungsmanagerinnen und -manager entwickeln gemeinsam mit den Schulen passgenaue Angebote – von bewegten Pausen und Sportangeboten am Nachmittag über Projekttage und Ferienangebote bis hin zu schulischen Wettbewerbe und Sportveranstaltungen. Gleichzeitig sollen Kooperationen mit den Sportvereinen vor Ort aufgebaut oder gestärkt werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die bislang wenig Zugang zu Sport- und Bewegungsangeboten haben, sollen erreicht und gefördert werden.

Das Projekt ist zugleich im Schwerpunkt Schüleraktivierung des Startchancen-Programms verankert. Im Rahmen des Programms setzen die Schulen unterschiedliche Schwerpunkte und entwickeln vielfältige Maßnahmen: Einige machen sich auf den Weg zum Familienschulzentrum, andere werden zu Kulturchancenschulen, die die kulturelle Schulentwicklung in den Mittelpunkt stellen. Mit dem neuen Angebot kommt ein weiterer Ansatz hinzu, der Bewegung gezielt nutzt, um Schülerinnen und Schüler zu aktivieren, ihre Entwicklung zu fördern und ihnen neue Möglichkeiten der Teilhabe zu eröffnen.

„Mit dieser Förderung können wir Bewegung noch stärker dort verankern, wo Kinder einen großen Teil ihres Tages verbringen: in der Schule. Gleichzeitig wollen wir die Schulen enger mit den Sportvereinen vor Ort verbinden. Unser Ziel ist, dass aus Bewegung im Schulalltag möglichst oft Bewegung im Verein und langfristig Freude an einem aktiven Leben entsteht“, so Nadin Czogalla, Vorständin Sportentwicklung des Landessportbundes Thüringen. „Unser Ziel ist nicht nur, einzelne Angebote an Schulen zu schaffen. Wir wollen nachhaltige Strukturen aufbauen, die auch darüber hinaus tragen können.“

Je eine der drei Bewegungsmanagerinnen und -manager wird in den Regionen Nordhausen, Meiningen/Hildburghausen sowie Eisenach/Wutha-Farnroda eingesetzt. Sie sind beim Landessportbund Thüringen angestellt und arbeiten eng mit den jeweiligen Kreis- und Stadtsportbünden, den Startchancen-Schulen und den Sportvereinen vor Ort zusammen. Die Besetzung der Stellen läuft derzeit und soll bis Mitte Oktober abgeschlossen sein.

Das Projekt verbindet Bildung, soziale Teilhabe und Gesundheitsförderung und setzt zugleich auf eine nachhaltige Vernetzung im Sozialraum. Gemeinsam mit Schulen, Kommunen, Kreis- und Stadtsportbünden sowie Sportvereinen sollen Strukturen entstehen, die auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben können.

Hintergrund: Startchancen-Programm

Das Startchancen-Programm des Freistaats Thüringen verfolgt das Ziel, Bildungsgerechtigkeit zu stärken und den Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft zu verringern. In Thüringen nehmen 93 Schulen mit mehr als 23.000 Schülerinnen und Schülern am Programm teil. Das Programm unterstützt gezielt Schulen in sozial herausfordernder Lage und schafft zusätzliche Handlungsspielräume für die Schul- und Unterrichtsentwicklung. Mit dem neuen Bewegungsprojekt wird nun auch der organisierte Sport in die Arbeit der Startchancen-Schulen einbezogen.

Diese Schulen nehmen am Projekt teil:

Schulamt Nord:

  • Staatliche Grundschule „Bertolt Brecht“ Nordhausen
  • Staatliche Grundschule „Albert Kuntz“ Salza
  • Staatliche Regelschule „Petersbergschule“ Nordhausen

Schulamt Süd:

  • Staatliche Grundschule I Hildburghausen
  • Staatliche Grundschule „Ludwig Bechstein“ Meiningen
  • Staatliche Regelschule „Dr. Carl Ludwig Nonne“ Hildburghausen
  • Staatliche Regelschule „Am Kiliansberg“ Meiningen

Schulamt West:

  • Staatliche Grundschule „Jakob-Schule“ Eisenach
  • Staatliche Grundschule „Mosewaldschule“ Eisenach
  • Staatliche Grundschule „Am Rehberg“ Wutha-Farnroda
  • Staatliche Regelschule Wutha-Farnroda
  • Staatliches BBZ „Heinrich Ehrhardt“ Eisenach

Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden