Kulturschulen

Startschuss: kulturelle Schulentwicklung im Startchancen-Programm

Mit Beginn des neuen Schuljahres startete in Thüringen ein weiterer wichtiger Baustein des Startchancen-Programms: die kulturelle Schulentwicklung. Im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung konnte sich die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e. V. (LKJ) mit ihrem Konzept durchsetzen.

01.09.2026 Thüringen Pressemeldung Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
  • Jugendliche schauen sich Kunstwerke an einer Wand an. © Adobe Stock In Thüringen startet mit Beginn des neuen Schuljahres die kulturelle Schulentwicklung.

In den kommenden drei Jahren wird die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung THüringen e. V. (LKJ)  fünf Thüringer Startchancen-Schulen auf ihrem Weg zu einer nachhaltig kulturell geprägten Schulentwicklung begleiten. Die Projektverantwortlichen der Kulturchancenschulen und der LKJ kommen heute zu einem ersten gemeinsamen Treffen in Erfurt zusammen.

„Kulturelle Schulentwicklung leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit. Sie eröffnet Kindern und Jugendlichen, unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder individuellen Voraussetzungen die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken und kulturelle Teilhabe zu erleben. Das stärkt Sprach- und Kommunikationskompetenzen, Kreativität, Teamfähigkeit sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Mit der LKJ Thüringen haben wir zur Umsetzung der kulturellen Schulentwicklung im Startchancen-Programm einen erfahrenen Partner gewonnen, der die Schulen dabei begleiten wird, kulturelle Bildung als festen Bestandteil im Schulalltag zu verankern. So schaffen wir ein Umfeld, in dem Kreativität und gemeinsames Gestalten Raum haben und Teilhabe gelebt wird – als wichtige Grundlage für starke, vielfältige und zukunftsfähige Schulgemeinschaften“, sagt Bildungsminister Christian Tischner.

„Wir freuen uns, dass wir mit dem Projekt Kulturchancenschulen erstmals seit dem Ende des Bundesprogramms ‚Kulturagenten für kreative Schulen‘ im Jahr 2019 wieder die Möglichkeit erhalten, ausgewählte Schulen über mehrere Jahre intensiv in ihrer kulturellen Schulentwicklung zu begleiten. Das neue Projekt ergänzt die Arbeit unserer fünf Kulturagentinnen in Thüringen, die Schulen und Künstlerinnen zum Kunstgeld beraten, miteinander vernetzen und auf diese Weise seit 2019 bereits mehr als 640 kulturelle Bildungsprojekte an Thüringer Schulen ermöglicht haben. Mit den Kulturchancenschulen können wir nun darüber hinaus langfristige Entwicklungsprozesse begleiten und gemeinsam mit den Schulen daran arbeiten, kulturelle Bildung dauerhaft in ihren Strukturen und ihrem Alltag zu verankern. Vom Wecken des Interesses an kultureller Bildung gehen wir damit den nächsten Schritt hin zu ihrer nachhaltigen Verankerung.“ Carol Bender, Geschäftsführung LKJ Thüringen.

Zentraler Bestandteil des Projekts ist die gemeinsame Arbeit an sogenannten „Kulturfahrplänen“. Durch sie entsteht eine gemeinsame Vision für die kulturelle Schulentwicklung an den Projektschulen. Es werden Ziele festgelegt und konkrete Maßnahmen für deren Umsetzung entwickelt. Schülerinnen und Schüler werden dabei aktiv in die Entwicklung des Kulturfahrplans sowie in die Festlegung der Ziele und Schwerpunkte ihrer Schule einbezogen. Damit greift das Projekt zugleich den im Thüringer Startchancen-Programm verankerten Schwerpunkt der Schüleraktivierung auf.

Die beiden Projektkoordinatorinnen der LKJ Thüringen begleiten die Schulen fachlich und organisatorisch auf ihrem Weg. Dazu gehören neben der Konzeptentwicklung auch die Beratung der beteiligten Akteure sowie die Koordination und Weiterentwicklung bestehender Netzwerke. Die Projektschulen werden dabei unterstützt, neue Kooperationen mit außerschulischen Partnern der kulturellen Bildung aufzubauen und bestehende Kooperationen zu professionalisieren.

Zugleich werden die fünf teilnehmenden Schulen untereinander vernetzt und erhalten Zugang zu einem bundesweiten Netzwerk von Kulturschulen, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln. Ebenso stehen die Evaluation der Maßnahmen, der Transfer erfolgreicher Ansätze und deren nachhaltige Verankerung in schulischen Strukturen im Mittelpunkt.

Langfristig sollen Schulen so zu Orten werden, an denen junge Menschen Gemeinschaft erleben, und ihre Schule aktiv mitgestalten können. Mit dem Start des Projekts setzt Thüringen einen weiteren wichtigen Impuls für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine zukunftsorientierte Schulentwicklung im Rahmen des Startchancen-Programms.

Teilnehmende Startchancen-Schulen:

  • Staatliche Regelschule „Am Kiliansberg“ Meiningen
  • Staatliche Regelschule „Johann Carl Fuhlrott“ Leinefelde
  • Staatliche Gemeinschaftsschule „Otto Lilienthal“ Erfurt
  • Staatliche Gemeinschaftsschule „Kulturanum“ Jena
  • Staatliche Gemeinschaftsschule „Arnestati“ Arnstadt

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