Kritik

Stellenkürzung oder Rekordeinstellungen? Beides nicht richtig!

„Wenn zwei sich streiten, braucht es eine Instanz, die sachlich einordnet", erklärt die GEW-Landesvorsitzende Ulrike von Malottki und bezieht sich auf einen aktuellen Streit zwischen dem Verband VBE und der Bildungsministerin. Der VBE nahm den Stellenplan des jüngst verabschiedeten Landeshaushalts als Grundlage einer Kritik.

22.12.2025 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern
  • Junge Lehrerin sitzt vor einer Grundschulklasse in der mehrere Kinder aufzeigen. © Adobe Stock Seit Jahren fordert die GEW, die Anhebung der Unterrichtversorgung deutlich über die bisherigen 100 bis 102 Prozent.

Laut dem Stellenplan werden in den kommenden zwei Jahren Stellen im Grundschulbereich wegfallen. Die Bildungsministerin kontert und verweist auf „Rekordeinstellungen". Dazu erklärt Ulrike von Malottki: „Im Prinzip haben beide Recht und auch wieder nicht. Diese Zahlen schwanken  abhängig von den Kinderzahlen immer. Deshalb ist die eigentliche Stellschraube die Unterrichtsversorgung in Bezug auf die Schülerzahlen. Und so sind Rekordeinstellungen dann keine, wenn der Unterricht wie immer abgedeckt wird - und das ist - auch aus Sicht der GEW unzureichend. Seit Jahren fordern wir deshalb, die Anhebung der Unterrichtversorgung deutlich über die bisherigen 100 bis 102 Prozent. Nur auf diese Weise können Unterrichtsausfälle, Klassen- und Kurszusammenlegungen, Stillarbeit und damit einhergehende deutliche Mehrarbeit für Lehrkräfte verhindert werden. Es wäre daher wichtig, dass das Land die sinkenden Kinderzahlen jetzt endlich zum Anlass nimmt und diesen Schritt geht. Ein Blick in die Unterrichtsversorgungsstatistik zeigt, dass auch im Grundschulbereich die zur Vertretung anfallenden Stunden hoch sind. Besser als die Stellen als künftig wegfallend im Haushalt zu kennzeichnen, wäre es daher, an dieser Stellschraube jetzt zu drehen." Dass die Thematik komplex ist, weiß die Gewerkschafterin: „Deshalb machen wir als Bildungsgewerkschaft uns es nicht leicht und sehen bei den zahlreichen Positivmeldungen aus dem Bildungsministerium lieber einmal genauer hin."


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