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Stundentafelverordnung: Bedenken der Interessenvertretungen ernst nehmen!

Die Veröffentlichung des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommern zur neuen Stundentafel blendet die Kritik der Interessenvertretungen aus, kommentiert die GEW Mecklenburg-Vorpommern die neue Stundentafelverordnung.

26.06.2024 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern
  • Zwei Pfeile mit der Aufschrift "Neuer Weg" und "Alter Weg", die in zwei Richtungen zeigen. © www.pixabay.de

In der vergangenen Woche hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW MV) ihre Stellungnahme zur Einführung der neuen Stundentafel und Beruflichen Orientierung veröffentlicht und neben einer grundsätzlich positiven Haltung zur Abschaffung der Kontingentstundentafel und verbindlichen Festsetzung von Stunden in bestimmten Punkten deutliche Kritik geübt.

Der GEW-Landesvorsitzende, Nico Leschinski, sagt: "Nicht nur wir, auch andere Interessenvertretungen haben verschiedene Kritikpunkte schon öffentlich gemacht. Es ist nicht hilfreich, wenn die Einwände aus den Anhörungsverfahren im Bildungsministerium ungehört verhallen.

Ein Beispiel hierfür sind die flexiblen Stunden. An Gymnasien gibt es in der 7. Klasse keine flexiblen Stunden mehr. In der 10. Klasse werden diese verbindlich für die 3. Fremdsprache oder Berufliche Orientierung eingesetzt. Auch die hohe Stundenbelastung ab Klasse 9 muss dringend thematisiert werden, ebenso wie die Einführung eines Praxislerntages in einem Halbjahr der 9. Klasse an den Regionalen Schulen oder die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte für die Berufliche Orientierung. "

Die GEW MV teilt darüber hinaus die Kritik des Bundesverband Musikunterricht, Landesverband MV, der dazu eine Petition ins Leben gerufen hat. "Wenn die Bildungsministerin sagt, dass die Kernfächer oberste Priorität haben und mit dieser Stundentafel gestärkt werden, dann stimmt diese Aussage nur unter sehr engen Voraussetzungen und zwar dort, wo die Schulen die bisherigen Kontingentstunden nicht ohnehin schon für eine rahmenplankonforme Gestaltung der Stundentafeln genutzt haben."

Die GEW MV fordert das Bildungsministerium auf, die geäußerten Bedenken und konkreten Lösungsvorschläge ernst zu nehmen.


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