Übergewichtige Kinder: Schulfach Ernährung keine Lösung
"Die Forderung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt nach Einführung eines Schulfachs "Ernährung" ist der erneute Versuch der Politik ein gesellschaftliches Problem in den Schulen abzuladen", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Donnerstag, 10. Mai 2007 in Kiel. Schon heute gehörten Ernährungsfragen in den Schulen zum Unterrichtsalltag. "Statt eines eigenen Schulfaches "Ernährung" brauchen Kinder und Jugendliche aber mehr Sportunterricht, und zwar mindestens drei Stunden pro Woche. Außerdem muss die Politik mehr Geld für gesünderes Essen in Kindertagesstätten und Schulen zur Verfügung stellen."
10.05.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinDer GEW-Landesvorsitzende wies auch auf den Zusammenhang zwischen Bildung und falscher Ernährung hin. "Je niedriger der Bildungsstand der Eltern, desto eher haben Kinder mit Fettleibigkeit zu kämpfen. Wir müssen mehr für die Bildung von Kindern und Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen tun, dann kriegen wir auch die Gesundheitsprobleme besser in den Griff", forderte der GEW-Landesvorsitzende. Die flächendeckende Einführung von gebundenen Ganztagsschulen sei hierzu ein unverzichtbares Instrument.
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