Unverantwortliches pseudopädagogisches Gesäusle zum Schulschluss!
"Wer das erfolgreichste Bildungswesen Deutschlands mit Schmutzkampagnen überzieht und für Bayern von einem "erbärmlichen Einheitsschulsystem" spricht, hat den Bezug zur Realität völlig verloren. Diese Leute, welche angeblich Lehrkräfte vertreten, verstehen weder etwas von Pädagogik noch von erfolgsversprechenden Bildungsreformen. Für diese simple Haltung gibt es nur zwei Erklärungen: Zum einen will man wohl mit der Besoldung eines Einheitslehrers die eigene Geldbörse besser füllen, zum anderen begibt man sich ohne Scham in die Situation von Steigbügelhaltern bestimmter politischer Gruppierungen, um ab Herbst die Gesamtschule in Bayern einführen zu können. Die Kinder und ihr Schicksal spielen dabei offensichtlich keine Rolle.", so die Bewertung der jüngsten Äußerungen aus der Funktionärsebene des BLLV durch den Vorsitzenden des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Anton Huber.
01.08.2008 Bayern Pressemeldung Verband Reale BildungWeder das eine, noch das andere sei zu akzeptieren, wenn damit die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen aufs Spiel gesetzt werden. "Einem Verbandsfunktionär, der seit vielen Jahren so gut wie keine eigene Unterrichtserfahrung besitzt, sollte keine Bewertung der Leistung von Lehrkräften über die Lippen kommen, im dem Sinne, dass Lehrkräfte Noten bilden, die "wenig aussagefähig sind". Damit vernichtet man die Autorität der Lehrkräfte und verbindet die Leistung unserer Kolleginnen und Kollegen mit einer unerhörten Geringschätzung ihres enormen Arbeitseinsatzes während eines Schuljahres. Wir weisen derartig unbedachte Äußerungen als unverschämte Beschmutzung unseres Berufsstandes auf das Schärfste zurück", so Huber.
"Der Realschullehrerverband dankt den Lehrerinnen und Lehrern für ihren unermüdlichen Einsatz zur Förderung junger Menschen, die natürlich an Leistungskriterien gebunden ist und auch zur Leistungsbewertung führen muss. Die Noten sind Ausdruck für Leistung und Orientierung zur weiteren individuellen Förderung. Wir haben die Befürchtung, dass diese einfache pädagogische Erkenntnis bei manchen Funktionären völlig ausgeblendet wird, weil man im Zuge der Gleichmacherei für Leistungsanforderung blind geworden ist. Ich vergebe morgen an meiner Realschule bei 750 Schülern an mehr als 120 junge Menschen Urkunden für Spitzenergebnisse mit einem Zeugnisschnitt bis 1,99. Diese Schüler freuen sich mit ihren Eltern über diese Auszeichnung. Und die Übrigen freuen sich mit. Bei vielen, die nicht so gut abgeschnitten haben, ist in den letzten Tagen die Erkenntnis gereift, dass man sich besser anstrengen muss, um in unserer Gesellschaft erfolgreich zu sein. Gerade das ist verantwortungsbewusstes pädagogisches Handeln." schließt Vorsitzender Huber.
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