Baden-Württemberg

VBE: Ein pädagogischer Weihnachtswunschzettel

"Nicht nur unverbesserliche Idealisten werden Lehrer und nicht jeder Lehrer ist ein weltfremder Weltverbesserer mit Pensionsanspruch", be­hauptet der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung Baden-Württemberg (VBE), Gerhard Brand. Lehramtsstudierende entschieden sich bewusst für die Schule, weil es ihnen Freude mache, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sie zu bilden, sie zu fördern und zu erziehen – gerade in Zeiten des Umbruchs, versichert Brand. Die Lehrer fühlten sich aber immer mehr allein gelassen und wünschten sich deutlich mehr Unter­stützung durch die Politik.

23.12.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

"Die Arbeit der Lehrer gilt einer Schule, in der nicht nur Wissen in Schülerköpfe gestopft, sondern in der vor allem wieder Orientierung gegeben werden", betont der VBE-Chef. Optimal sei eine Schulkultur, die das soziale Lernen in den Vor­dergrund stelle und in der das Positive hervorgehoben werde. Dabei müssten nicht nur leistungsstarke Schüler, sondern insbesondere auch die Schwachen, Unsicheren und Benachteiligten gestärkt werden. Die Unterstützung der Schulen durch die Politik sei bei diesem Bemühen der Pädagogen jedoch unverzichtbar.

Der VBE-Vorsitzende sagt deutlich, wie er sich diese notwendige Unter­stützung für die Schulen wünscht: Durch eine weitere spürbare Senkung des Klassenteilers, der mit 31 Schülern in der Sekundarstufe und mit 28 in der Grundschule noch immer zu hoch sei; durch die Sicherstellung dringend benö­tigter Stütz- und Fördermaßnahmen; durch eine verlässliche Lehrerfortbildung, durch eine ausreichende Anzahl motivierender AG-Stunden für alle Schularten; durch mehr Sozialarbeiterstellen an den Schulen und nicht zuletzt durch die Schaffung von Planstellen für junge Pädagogen und die Möglichkeit für ältere Lehrer, in Würde ihren Dienst beenden zu dürfen, etwa durch die Einführung der von der Landesregierung immer noch verweigerten Altersteilzeit für alle be­amteten Lehrkräfte.

Das seien Wünsche, so der VBE-Chef, die nicht nur, weil Weihnachten vor der Tür steht, in Erfüllung gehen sollten, sondern weil deren Verwirklichung eine wirkliche Hilfe für die Schulen des Landes wäre - im Interesse der Schüler, Eltern und Lehrer. Leider würden alle Maßnahmen sehr viel Geld kosten.


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