VBE: Schulzeitverkürzung hat gute Vorbilder

"Reisen soll ja bekanntlich bilden", so der VBE-Landesvorsitzende Udo Beckmann. "Reisen nach Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein hätten den nordrhein-westfälischen Bildungspolitikern zeigen können, wie man die Schulzeitverkürzung durchdacht und besonnen umsetzen kann. Sie hätten das eine oder andere sogar abschreiben können. Das mag in der Schule verboten sein, in der föderal angelegten Bildungspolitik wäre es manchmal wünschenswert."

29.02.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Im Gegensatz zu NRW hat die Bildungspolitik in beiden Ländern Modellversuche vor die endgültige Umsetzung der Schulzeitverkürzung gestellt.

Im nördlichsten Bundesland sind im Schuljahr 2001/02 so genannte G8-Modellschulen an den Start gegangen, auf deren Erfahrungen man jetzt zurückgreifen kann. In Rheinland-Pfalz erklärt die Bildungsministerin ganz deutlich, dass die Umsetzung der Schulzeitverkürzung nur an gut organisierten Ganztagsschulen funktionieren kann. Dafür wurde ein Rahmenkonzept erarbeitet. Im kommenden Schuljahr gehen dort neun Schulen als Modellschulen an den Start.

In NRW wurde dagegen ein großer Feldversuch gestartet. Die aktuelle Debatte droht jetzt auf die Frage reduziert zu werden, in welchen Fächern welche Inhalte gestrichen werden können. Diese Vorgehensweise ersetzt aber kein gut durchdachtes und schon an einzelnen Schulen erprobtes Konzept.

"Es geht eben nicht allein um die Frage, welcher Unterrichtsstoff Kindern vorgesetzt werden soll und welcher verzichtbar ist", so Beckmann. "Es geht auch darum, welche Kompetenzen Kinder in der Schule erwerben sollen und unter welchen Bedingungen ein optimales Lernen möglich ist."


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