Forderung

VDI fordert mehr Investitionen bei Bildung und Digitalisierung

Anlässlich der beginnenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD betont VDI-Direktor Ralph Appel die Notwendigkeit verstärkter Investitionen des Bundes bei Bildung und digitaler Infrastruktur.

26.01.2018 Bundesweit Pressemeldung Verein Deutscher Ingenieure (VDI)
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„Leider ist unser Bildungssystem zurzeit nicht in der Lage, Schülerinnen und Schüler adäquat auf das digitale Zeitalter vorzubereiten“, beklagt VDI-Direktor Ralph Appel. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) begrüßt daher sehr, dass sich der Bund zukünftig deutlich stärker bei Investitionen in die Bildungsinfrastruktur engagieren will.

„Die von Union und SPD im Sondierungspapier geplante Investitionsoffensive für Schulen ist ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung“, stellt Appel fest. Von der Ausstattung für flächendeckenden IT-gestützten Unterricht bis hin zum qualifizierten Lehrpersonal gibt es aus Sicht des VDI enormen Nachholbedarf. „Im Koalitionsvertrag werden sich hoffentlich entsprechende Maßnahmen wiederfinden. Ich rechne mit einem zusätzlichen Investitionsbedarf von mindestens zwei Milliarden Euro jährlich hierfür“.

Diese Investitionen sind aus Sicht des VDI dringend nötig, denn der Wohlstand unseres Landes resultiert in besonderer Weise aus dem Ideenreichtum und der Innovationsfähigkeit unserer Menschen und besonders der Ingenieure. Gute Bildung, insbesondere digitale und technische Bildung sowie Nachwuchsförderung sind hierfür wichtige Voraussetzungen.

Der VDI-Direktor weiter: „Es geht dem VDI nicht um das passive und oberflächliche Konsumieren von Facebook, WhatsApp und Instagram – es geht um moderne Schulen, die junge Menschen darin befähigen, die digitale Zukunft als mündige Akteure mitzugestalten. Unser föderales Bildungssystem ist leider nicht immer kompatibel mit den digitalen Anforderungen von heute und morgen“ konstatiert Appel.

Die erfolgreiche Umsetzung des digitalen Wandels setzt aber auch den Ausbau leistungsfähiger und flächendeckend vorhandener Breitbandinfrastruktur voraus. Internationale Vergleichsstudien zeigen deutlich, dass Deutschland hier noch erheblichen Nachholbedarf hat. „Mittel- und langfristig scheint der Ausbau der Glasfasertechnologie der richtige Weg zu sein, um international mithalten zu können“, so Appel.


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