Schule/Digitalisierung

Vera Reiß: Gemeinsam mit Eltern Medienkompetenz stärken

(red/pm) Medienkompetenz ist ein zentraler Bildungsauftrag, der nicht am Schultor endet. Eltern sind wichtige Partner, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche für den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und den digitalen Medien zu sensibilisieren. Die rasante technologische Entwicklung führt dazu, dass viele Eltern sich nicht ausreichend informiert und manchmal sogar vom Wissen ihrer Kinder überholt fühlen.

28.09.2015 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz
  • © Doreen_Tomkowitz

"Damit Eltern ihren Kindern als Vorbilder und Vertrauenspersonen mit wertvoller Lebenserfahrung Hilfestellung und Rat geben können, wollen und müssen sie selbst Bescheid wissen, was sich hinter Web 2.0, Smartphone, WhatsApp und Co. verbirgt. Deshalb bieten wir als eine tragende Säule unter dem Dach des Landesprogramms ´Medienkompetenz macht Schule` seit 2008 Elterninformationsabende an und konnten inzwischen mehr als 43.000 Eltern mit Informationen, Hinweisen und Tipps zur Mediennutzung unterstützen. Wenn alle an Schule Beteiligten – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern – sich gemeinsam und auf Augenhöhe zu den Chancen und Risiken austauschen, gelingt es am besten die Vorzüge der Digitalisierung zu nutzen." Das sagte Bildungsministerin Vera Reiß beim 1.000 Elternabend, der im Rahmen des Landesprogramms gestern in Bingen an der Realschule plus "Am Scharlachberg" stattfand.

In einer Gesprächsrunde tauschte sich die Bildungsministerin mit dem Landeselternsprecher Dr. Thorsten Ralle und zwei Schülermedienscouts dazu aus, wie die Sensibilisierung im verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien am besten gelingt und wie man Gefahren wie "Cybermobbing" wirkungsvoll entgegnen kann. Vera Reiß betonte, dass die Förderung der Medienkompetenz von allen an schulischer Bildung Beteiligten seit Jahren ein bildungspolitischer Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz sei, wie der inzwischen 1.000 Elternabend zeige. "Diese eindrucksvolle Zahl ist ein schöner Beleg für den Stellenwert und die Akzeptanz des Angebotes bei den Eltern. Er spiegelt auch die herausragende Bedeutung wider, die die Landesregierung den Eltern beimisst", so die Ministerin und weiter: "In Rheinland-Pfalz macht Medienkompetenz seit 2007 Schule und geht in enger Zusammenarbeit mit den Eltern zu Hause weiter." Der Dreiklang der Informations- und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern sei fest im Landesprogramm verankert und werde weiterhin tatkräftig vorangetrieben.

Die Elterninformationsveranstaltungen werden aus Mitteln des Landesprogramms "Medienkompetenz macht Schule" finanziert und sind für die Schulen kostenfrei. Über ein Internetportal haben Elternvertreterinnen und -vertreter, Schulfördervereine, Schulleitungen und Lehrerkollegien aller Schulen in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, in Absprache mit der Schulleitung, einen Elternabend zu Themen des kompetenten und kritischen Umgangs mit digitalen Medien zu buchen. Der Themenkreis der Informationsveranstaltungen kann dabei eine Fülle von Fragen umfassen, wie beispielsweise "Was ist eigentlich Web 2.0?", "Ein Handy für mein Kind – Chancen und Risiken", "Cybermobbing", "Computerspiele" oder "Wie geht man mit jugendgefährdenden Inhalten im Internet um?". Die Veranstaltungen werden von einem fachkundigen Referententeam durchgeführt. Viele der Referentinnen und Referenten sind freie medien-pädagogische Fachkräfte, darunter auch einige der Verbraucherzentrale und des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Den Referentinnen und Referenten werden vom Pädagogischen Landesinstituts jährliche Schulungen zu aktuellen Themen wie Medienethik oder Cybermobbing angeboten.

Alle Informationen zu dem Angebot der Elterninformationsabende stehen im Internet unter www.eltern-medienkompetenz.bildung-rp.de zur Verfügung. Auch die Referentinnen und Referenten können über diese Plattform gebucht werden.


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