Verband Niedersächsischer Lehrkräfte:Forderung des Landesrechnungshofes inakzeptabel, unpädagogisch und realitätsfern
Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR weist die Forderung des Präsidenten des Landesrechnungshofes, bei den Lehrerstellen zu kürzen, entschieden zurück.
22.09.2011 Pressemeldung Verband Reale Bildung"Diese Forderung ist inakzeptabel, unpädagogisch und realitätsfern. Es gibt nicht zu viele Lehrer in Niedersachsen, sondern zu wenige. Es fehlen immer mehr Lehrerinnen und Lehrer insbesondere in den Naturwissenschaften und Sprachen. Gerade in Hinblick auf die jetzt einsetzende Pensionierungswelle kann Niedersachsen es sich daher nicht leisten, auf Neueinstellungen zu verzichten. Im Übrigen muss der Schülerrückgang dazu genutzt werden, dringend notwendige pädagogische Maßnahmen zu verwirklichen. Dazu gehören kleinere Klassen in allen Schulformen, bessere Arbeitsbedingungen für alle an Schule Beteiligten, die Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion, um nur einige Beispiele zu nennen", so Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender, in einer ersten Stellungnahme.
Der Vorschlag des Landesrechnungshofes, die Demografie-Rendite besser zur Haushaltssanierung zu nutzen als in die Bildung zu stecken, ist falsch und gefährlich. Was an der einen Stelle gewonnen wird, wird dem Land an anderer Stelle doppelt teuer zu stehen kommen. Die Landesregierung tut gut daran, im neuen Haushaltsplan weiterhin auf eine Kürzung im Lehrerbereich zu verzichten. "Die Landesregierung bleibt gefordert, in Zeiten knapper Kassen intelligente Lösungen für den Bildungsbereich zum Wohle aller an Bildung Beteiligten zu finden. Der VNL/VDR ist gerne bereit, dabei mitzuhelfen", so Busch abschließend.
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