Unterrichtsgarantie

Verband Niedersächsischer Lehrkräfte zum CDU-Bildungspapier

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR fordert bereits seit langem die Einführung einer Vertretungsreserve zur Sicherung des Unterrichts an Niedersachsens Schulen und begrüßt daher entsprechende Ankündigungen im CDU-Bildungspapier zur Landtagswahl 2018.

26.05.2017 Niedersachsen Pressemeldung Verband Niedersächsischer Lehrkräfte
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Im Bildungspapier wird eine Unterrichtsgarantie von mehr als 100 Prozent angekündigt. „Das ist sicherlich ein sehr ambitioniertes, aber berechtigtes Vorhaben, das bei dem derzeitig sehr knappen Angebot auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt jedoch nur mit allergrößter Anstrengung verwirklicht werden kann. Fakt ist, dass die derzeitige, miserable Unterrichtsversorgung endlich ein Ende haben muss, damit die schulische Qualität und somit die Zukunft unseres Landes gesichert wird. Wir vom Verband Niedersächsischer Lehrkräfte fordern deshalb, eine Vertretungsreserve von mindestens 5 Prozent an jeder Schule vorzuhalten. In der Wirtschaft würde jedes Unternehmen scheitern, das bei Ausfällen nicht auf Arbeitsreserven zurückgreifen könnte“, so der VNL/VDR-Landesvorsitzende Manfred Busch.

  • Unterrichtsgarantie als ambitioniertes Vorhaben begrüßt
  • Vertretungsreserve zur Sicherstellung des Unterrichts gefordert
  • Bereitschaft zum offenen Dialog unabdingbar 

Niedersachsens Schulen benötigen neben genügend Lehrkräften auch entsprechendes Unterstützungspersonal, und zwar an allen Schulen. Dazu gehören neben den Mitarbeitern der Schulsozialarbeit ebenso pädagogische Mitarbeiter als auch Inklusionshelfer zur Bewältigung der erfolgreichen Umsetzung der Inklusion. Letztere läuft nach Beobachtung des VNL/VDR noch immer nicht rund. Hier muss dringend nachgesteuert werden. Insofern wird der vorgeschlagene Stopp des Auslaufens der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen und die dadurch mögliche Wahlfreiheit der Eltern begrüßt. „Es muss in Niedersachsen über Inklusion ergebnisoffen diskutiert werden können, ohne gleich in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden“, so Busch. 

Für den VNL/VDR ist die Bereitschaft zum offenen Dialog mit allen an Schule Beteiligten unabdingbar. Das beste 10-Punkte-Bildungspapier wird nicht greifen können, wenn es nicht auf einem breiten Grundkonsens aufgebaut ist. „Wir erwarten, dass Bernd Althusmann den Dialog rechtzeitig suchen wird“, so Busch abschließend.


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