"Viel Arbeit gab's und wenig Brot"
Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt hat Bund und Länder dazu aufgefordert, die vor Jahren gekürzten Gehälter des Lehrernachwuchses deutlich anzuheben: "Die heute beim ´Bildungsgipfel´ von Bundeskanzlerin Merkel besprochenen Ziele, den Bogen der Anstrengungen für eine bessere Bildung vom Kindergarten über die Schule bis zur Hochschule zu spannen, sind sehr ambitioniert. Die Gehälter des zur Umsetzung erforderlichen Personals sind es nicht. Auch deswegen ist der Lehrermangel derzeit so gravierend. Der Lehrerberuf muss daher von Anfang an auch finanziell wieder attraktiver werden."
22.10.2008 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)Derzeit, so Schmidt, wirke die Aussicht auf eine 50- bis 60-Stunden-Woche zum Lohn eines Maurer- oder Binnenschiffer-Lehrlings eher abschreckend als einladend: "Studienreferendare erhalten knapp über 1.000 Euro. Eine pauschale Erhöhung um 50 Prozent ist da ein längst überfälliger und angemessener Schritt zur Wiederherstellung einer größeren Attraktivität des Lehramtes. Politiker beschwören zwar wortreich den Wert von Schule und Bildung, gleichzeitig tun sie aber zu wenig dafür, den Lehrerberuf für interessierte und ambitionierte junge Menschen wieder attraktiv zu machen. Damit muss Schluss sein. Wichtiger als die Verpflichtung der Schulen und Hochschulen auf ehrgeizige Quoten wäre es, ganz nüchtern die gegenwärtig existierenden Probleme anzupacken: Das fängt bei der Bezahlung des Nachwuchses an und hört bei der Gewährleistung förderlicher Arbeitsbedingungen für alle auf."
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