Was lernen Berlins Schüler morgen?
Kompetenzen im Zentrum, höherer Lebensweltbezug, mehr Freiraum für die Schulen Das Land Berlin hat auch die Rahmenlehrpläne für die Jahrgangsstufe 7 bis 10 (Sekundarstufe I) modernisiert. Auch diese neuen Rahmenlehrpläne stellen die Fähigkeiten und Fertigkeiten (Kompetenzen) von Schülern in den Vordergrund. Zur Überprüfung dieser Kompetenzen dienen anerkannte Standards.
15.05.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungIn den neuen Rahmenlehrplänen für die Sekundarstufe I werden - jeweils für die Doppeljahrgangsstufen 7/8 und 9/10 - die zentralen Inhaltsbereiche und die zu erreichenden Standards genannt.
Bildungssenator Klaus Böger (SPD): "Damit sind die gesamten Lerninhalte an Berlins Schulen von der Grundschule bis zum Abitur in den vergangenen Jahren grundüberholt worden. Berlin ist so einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Qualitätsentwicklung- und sicherung schulischer Arbeit gegangen!
Die Rahmenlehrpläne für die Sekundarstufe I orientieren sich nun an den Kompetenzen, die Schüler erwerben sollen um auf ein lebenslanges Lernen vorbereitet zu sein. Denn Wissen ohne Können nützt nichts! Sie haben einen höheren Lebensweltbezug und geben den Schulen mehr Freiraum für schulinterne Curricula. Die Rahmenlehrpläne entsprechen dabei auch den allgemeinen Anforderungen nach inhaltlicher Konzentration und bereiten die Schüler thematisch besser auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vor. Schüler müssen lernen für sich und für ihr Lernen mehr Verantwortung zu übernehmen, im Team und im selbstständigen Prozess.
Für Lehrerinnen und Lehrer bieten sich jetzt neue Möglichkeiten Fächer zu vernetzen und die Lehrpläne auf die Besonderheiten und speziellen Ziele ihrer Schule zuzuschneiden. Die Einzelschulen werden mit diesen Plänen selbstständiger."
Die Rahmenlehrpläne für die Sekundarstufe I zum Schuljahr 2006/2007 im Block für alle Jahrgangsstufen in Kraft gesetzt. Sie werden ab dem 15.05.2006, 15 Uhr auf dem Server der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport veröffentlicht. www.senbjs.berlin.de/rahmenlehrplaene/
Die Erarbeitung erfolgte durch das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin. In der Anlage finden Sie beispielhaft Auszüge zu einzelnen Fächern zur Erläuterung von Struktur und Inhalten.
Erläuterungen zum Lesen und Verständnis des Rahmenlehrplanes für die Sekundarstufe I:
Beispiel Biologie: Kompetenzen sind entscheidend... Kapitel 2: Beitrag des Biologieunterrichts zum Kompetenzerwerb
- Fachwissen, Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Bewertung entwickeln in jeder Naturwissenschaft zusammen genommen naturwissenschaftliche Handlungskompetenz für den Schüler.
- Die Stellung des Faches zur Welterschließung eines Schülers wird auf der Folgeseite beschrieben. ... und leiten über zu den Inhalten.
Folgendes Grundschema gilt zum Verständnis der Rahmenlehrplanes: Verknüpfung von Kompetenzen und Inhalten Beispielhaft erläutert die Seite 40 ein Pflichtgebiet des Biologie-Unterrichts. Im Pflichtgebiet 5 (P5) wird als Thema "Abwehr von Infektionskrankheiten" unterrichtet.
Die Fähigkeiten und Fertigkeiten (Kompetenzen) wie z.B. "Die Schülerinnen und Schüler nutzen idealtypische Darstellungen, Schemazeichnungen und Symbolsprache zur Veranschaulichung der Immunreaktion" werden anhand der konkreten Inhalte wie z.B. "Bestandteile des Immunsystems" vermittelt.
Bedeutung der Schlüssel
Die Schlüssel zeigen unterschiedliche Kompetenzstufen auf, die Schüler erreichen sollen. Diese Schlüssel sind je nach Schulart verschieden. •
- Ein Schlüssel (einfacher Standard) ist an der Hauptschule und an der Gesamtschule (G/A-Kurse) zu erreichen,
- zwei Schlüssel (mittlerer Standard) an Realschule und Gesamtschule (E-Kurse).
- Drei Schlüssel (erweiterter Standard) gelten für Gymnasium und Gesamtschule (F-Kurse)
Vernetzungen
Auf mögliche Vernetzungen zu anderen Fächern wie Geografie oder Mathe weist die letzte Zeile hin. Die weiteren Seiten des Anhanges zeigen Ihnen die Vielfältigkeit dieses Grundschemas mit Auszügen für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch.
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