Weniger Schule, mehr Bildung – ein Unding!
Der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger kritisiert Überlegungen in der Kultusministerkonferenz, die Stundentafeln für das Gymnasium zu kürzen und den Druck auf die Grundschulen zu erhöhen. Die Kultusministerkonferenz tritt morgen in Berlin zu ihrer nächsten Sitzung zusammen.
05.03.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)"Immer, wenn in Deutschland besonders viel über Bildung geschwatzt wird, droht der Schule Ärger", so Eckinger. "Es ist eine krude Logik, mehr Bildung durch weniger Unterricht und weniger Fördermöglichkeiten erreichen zu wollen. Vor einigen Jahren wurden den Grundschulen Stundenkürzungen und Streichungen ganzer Unterrichtsfächer zugemutet. Ebenso werden Hauptschülerinnen und -schülern gestutzte Curricula und weniger Unterricht angeboten und damit ihre Übergangschancen zu höheren Bildungsabschlüssen verringert." Eckinger weiter: "Wenn jetzt die Grundschule noch mehr darauf eingeschworen werden soll, als Zulieferanstalt für das Gymnasium zu arbeiten, droht das zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des dort praktizierten gemeinsamen Lernens zu werden."
Der VBE-Bundesvorsitzende betont: "Alle Schülerinnen und Schüler brauchen zuvörderst bessere Lernbedingungen." Eckinger nennt kleinere Klassen und Ressourcen für die Schulen, damit Lehrerinnen und Lehrer besser individuell fördern können. "Gerade jetzt durch den Rückgang der Schülerzahlen müssen die Kultusminister durchsetzen, dass das Geld im Bildungssystem verbleibt und für das Lernen und Lehren eingesetzt wird", bekräftigt Eckinger. "Papiere wie die gemeinsame Erklärung mit der KMK zum Fördern und Fordern sind Arbeitsaufträge. Der VBE besteht auf Umsetzung."
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