"Wenn die Worte fehlen..."
PISA hat auch das ans Licht gebracht: die sprachliche Bildung und Sprachförderung muss an den deutschen Schulen einen größeren Stellenwert einnehmen. Das Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) wird in Kooperation mit dem landesweiten Arbeitskreis "Sprache" am 1. April (kein Aprilscherz) den "Förderschwerpunkt Sprache" auf einer Fachtagung thematisieren.
31.03.2006 Pressemeldung Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-BrandenburgDas Tagungsprogramm, für das sich über 70 Lehrkräfte aus Förderschulen, Grundschulen und Oberschulen interessieren, verspricht einen umfassenden Blick auf den aktuellen Stand der Sprachförderung in Schulen des Landes Brandenburg. "Wir wollen die Lehrkräfte durch die Referate und Diskussionen anregen, die unterrichtliche Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit Problemen in der sprachlichen Entwicklung zu verbessern. Schuleingangsuntersuchungen haben bei vielen Kindern Sprachauffälligkeiten gezeigt. Sprache ist Voraussetzung zur Kommunikation, zur Teilhabe am Leben. Mangelndes Sprachverständnis lässt die Bildungschancen rapide sinken, so Dr. Jan Hofmann, Direktor des LISUM Bbg.
Themen sind u. a. Therapieformen bei Dysgrammatismus, einer fehlerhaften Anwendung grammatikalischer Regeln bei der Bildung von Sätzen und der Beugung von Wörtern; sowie Möglichkeiten der Arbeit mit sprachgeschädigten Kindern im Land Brandenburg unter dem Gesichtspunkt der neuen Gesetzlichkeiten im son-derpädagogischen Bereich.
In den vier Workshops geht es um die Formen und Möglichkeiten der Sprachförderung in den verschiedenen Schulstufen.
Die Tagung ist offen für alle an Sprachförderung Interessierten (Tagungsbeitrag 10 €).Für Ihre Fragen steht Ihnen zur Verfügung:Daniéla K. Meyr, Tel. 03378 209-126, E-Mail: .
Ablauf
10.00 - 10.15 Eröffnung/BegrüßungCorina Nauke, Leiterin des Arbeitskreises Sprachförderung
10.15 - 11.45 "Therapiemöglichkeiten des Dysgrammatismus"Prof. Christa Schlenker- Schulte, Universität Halle
12.00 - 13.00 Pause
13.00 -14.00 "Zur Arbeit mit sprachgeschädigten Kindern und Jugendlichen unter den Gesichtspunkten der gültigen Gesetzlichkeiten"Harald Obenaus, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
14.15 - 15.45 Workshops
"Organisation der Förderdiagnostischen Lernbeobachtung und erste Erfahrungen" (Aspekt Sprache) Michael Frey, Koordinator der Sonderpäd.Förder- und Beratungsstelle Stadt Potsdam
"Erscheinungsbilder von Sprachgeschädigten im Vor- und Grundschulalter" Angela Dietl, Sonderpädagogin
"Sprachförderung im gemeinsamen Unterricht in SEK I"Dr. Gerlinde Padberg, Lehrerin im Gemeinsamen Unterricht
Beispiel einer Sprachförderung eines gehörlosen Schülers in wenig sprechintensiven Fächern in der SEK I, Heike Füssel, Sonderpädagogin
15:45 -16:15 Pause
16:15 -16:30 Abschluss Corina Nauke, Leiterin des Arbeitskreises Sprachförderung
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