Demokratiebildung

Wer die Schulen stärkt, stärkt direkt die Zukunft der Demokratie

Anlässlich des geplanten künftigen jährlichen Berichts zur Lage der politischen Bildung in NRW, weist der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW auf die besondere Bedeutung von Demokratievermittlung in Schule, aber auch auf die dafür notwendigen Ressourcen hin.

20.05.2019 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW
  • © www.pixabay.de

„In Zeiten des Populismus, der scheinbar einfachen Antworten auf die vielschichtigen Fragen unserer Zeit; in Zeiten, in denen menschenverachtende, rassistische oder homophobe Äußerungen unter dem Deckmantel des „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ wieder Konjunktur haben, hat Schule umso mehr die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler zu informieren und sie zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen, zu aufgeweckten Menschen, die Aussagen kritisch einordnen können und in der Lage sind, zu widersprechen. Durch das Grundgesetz haben wir dafür ein starkes Fundament. Wir wollen das Grundgesetz erlebbar machen können und zwar in al len Schulen des Landes. Voraussetzung dafür ist Bildungsgerechtigkeit. Wer die Schulen stärkt und angemessen ausstattet, stärkt direkt die Zukunft der Demokratie“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.

Die Schule bietet für die Vermittlung der Werte des Grundgesetzes erlebbare Möglichkeiten. Die VBE-Umfrage* ‚Wertorientierung und Werterziehung NRW‘ zeigt, dass Eltern und Lehrkräfte die praktische Auseinandersetzung als förderlich beurteilen. „Nicht nur im Geschichts- und Politikunterricht ist das Grundgesetz ein Thema. Das Grundgesetz ist ideal für fächerübergreifendes Lernen. Projektwochen und Workshops laden dazu ein, es in Planspielen erlebbar zu machen oder auf kreative Weise die Bedeutung noch besser zu verstehen. Werte müssen erlebt und gelebt werden. Durch die Schule können junge Menschen eine an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung orientierte Wertehaltung entwickeln. Wenn es nicht gelingt, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Haltung in einer Demokratie für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung entwickeln können, hat das erschreckende Auswirkungen auf unsere gesamte Gese llschaft. Leider ist das in Zeiten des massiven Lehrkräftemangels eine größere Herausforderung. Schulen benötigen ausreichend Freiräume und Zeit, um eine grundlegende Demokratieerziehung erlebbar zu machen“, erklärt Behlau.

Die VBE-Werteumfrage zeigt, dass sowohl Lehrkräfte (98 Prozent) als auch Eltern (83 Prozent) der Demokratieerziehung eine hohe Bedeutung als Bildungsziel beimessen. Beide Gruppen sehen aber auch, dass es starke Defizite in der Umsetzung gibt. Lediglich 45 Prozent der befragten Eltern und 56 Prozent der befragten Lehrkräfte meinen, dass die Demokratieerziehung als Bildungsziel voll und ganz erreicht wird.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Ein Kommentar vorhanden

  • Erich K. H. Kalkus 21.05.2019 11:17 Uhr
    Der Wunsch "Werte müssen erlebt und gelebt werden" allerorten und die Vereinigung auf der "Allee der UN-Ziele" (s. GOOGLE) dank der Anregung "Europäischer Anti-Mobbing-Tag" (s. G.) aus Brüssel beantworten die "EXPO-2000-Frage" (s. G.) auf unserem "Schulschiff ERDE" (s. G.) nachhaltig - in bleibender Erinnerung auch an die öffentliche Verpflichtung vor 17 Jahren im Saarland - auch von Bundespräsident Johannes Rau - zur wegweisenden Initiative "Halt - warum Gewalt??": "Ich verpflichte mich, Schüler/innen und Kollegen/Kolleginnen mit ihren Ängsten und Konflikten nicht alleine zu lassen."
    Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.
    Bremer Aktion für Kinder (BAKI)
Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden