Wieder werden viele Junglehrer auf der Straße stehen
Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt erklärte in München zur voraussichtlich schlechten Einstellungssituation an den bayerischen Gymnasien und Beruflichen Oberschulen zum Halbjahrestermin: " Ungefähr 800 junge Kolleginnen und Kollegen streben nach ihrem Referendariat zum Februar eine Stelle an. Wir befürchten, dass nur ungefähr 200 vom Freistaat übernommen werden und die große Mehrheit leer ausgehen soll. Das ist nicht nur für unsere junge Kolleginnen und Kollegen sehr enttäuschend. Denn angesichts von anstehenden Pensionierungen oder Ausfällen wegen Schwangerschaften brauchen unsere Schulen dringend mehr Nachwuchslehrer."
16.01.2012 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)Positiv äußerte sich Schmidt über die so genannte Korridor-Lösung, durch die Einstellungen auch mit Fächerverbindungen möglich werden, in denen nur sehr geringer Bedarf herrscht: "Dadurch erhalten wenigstens die Allerbesten eine Anstellung im Staatsdienst. Das ist nicht nur ein Gebot der Fairness gegenüber diesen hochqualifizierten jungen Lehrkräften, wir werden sie auch in Zukunft dringend brauchen! Korridor-Lösungen stellen sicher, dass sie unseren Schulen nicht verloren gehen." Mit Blick auf die angestrebte und notwendige Senkung des Unterrichtsausfalls wiederholte Schmidt die Forderung des Bayerischen Philologenverbands, einen schulinternen Vertretungs-Pool zu schaffen: "Hierfür stehen gut ausgebildete junge Kolleginnen und Kollegen bereit! Gleichzeitig ließen sich die immer noch zu hohen Klassenstärken verringern und mehr Angebote individueller Förderung schaffen."
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