Über 800 Planstellen

"Wir geben vielen befristet angestellten Lehrkräften eine Perspektive"

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo informiert über ein Sonderprogramm für die Verbeamtung/Entfristung langjährig befristet beschäftigter Lehrkräfte.

21.06.2019 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  • © Andreas Gebert

„Mit einem Sonderprogramm geben wir vielen ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern eine langfristige Perspektive, die unsere Schulen engagiert als Aushilfen unterstützt haben,“ betonte Kultusminister Michael Piazolo. Die Maßnahme ermöglicht Lehrkräften den Einstieg in den Staatsdienst auf Basis einer Verbeamtung oder eines unbefristeten Arbeitsvertrages. Im aktuellen Doppelhaushalt 2019/2020 sind für das Sonderprogramm 808 Stellen vorgesehen.

Anders als andere Bundesländer verbeamtet Bayern im Regelfall seine Lehrkräfte und bietet ihnen eine im Ländervergleich sehr gute Besoldung. „Mit dem Sonderprogramm sorgen wir dafür, dass es in Zukunft noch weniger befristet angestellte Lehrerinnen und Lehrer geben wird,“ so Piazolo. Das Programm ist dem Minister ein wichtiges Anliegen und wird entsprechend konsequent umgesetzt.

Einige Details zum bereits laufenden Programm für das Schuljahr 2019/2020:

  • Bayern stellt im Haushaltsjahr 2019 in einem ersten Schritt 519 Planstellen für das Sonderprogramm zur Verfügung.
  • Das Sonderprogramm wird nächstes Jahr fortgeführt. Im Haushaltsjahr 2020 sind dafür weitere 289 Stellen vorgesehen.
  • Die Maßnahme richtet sich an Lehrkräfte, die eine vollständige Lehrbefähigung für die jeweilige Schulart haben und mehrere Jahre als Aushilfe an staatlichen Schulen beschäftigt waren.

Piazolo erklärte: „Bayern tut sehr viel, um an allen Schularten die Versorgung mit qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern zu verbessern. Der Freistaat stellt auch konsequent Lehrer ein und bietet ihnen im Ländervergleich sehr gute Bedingungen.“ Neben dem Sonderprogramm sieht der Koalitionsvertrag 5.000 zusätzliche Lehrerstellen bis zum Jahr 2023 sowie den Ausbau von Studienplatzkapazitäten vor. „Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die Lehrkräfte weiter zu verbessern“, so Piazolo abschließend.


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Ein Kommentar vorhanden

  • 21.06.2019 23:42 Uhr
    Im Namen aller Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern danken wir Ihnen für diesen wichtigen Schritt.

    Nun müssen die Schulbegleitungen faire Arbeitsverträge erhalten, weil diese derzeit intensiv dafür sorgen, dass behinderte Schüler*innen in einer Regelschule bestehen können, weil die inklusiven Rahmenbedingungen noch immer fehlen.

    Ein inklusives Bildungssystem muß auch in Bayern entwickelt werden. Das bisherige System ist Integration. Wir können keine weiteren 10 Jahre verschenken. Unsere Kinder benötigen die sofortige Umsetzung einer konventionskonformen UN-Behindertenrechtskonvention für ein möglichst selbständiges Leben.

    Teilhabe ist ein Menschenrecht und ein völkerrechtlicher Vertrag.

    Susann Dohm, Inklusionsbotschafterin
    Deutscher Verband inklusiver Schulentwicklung i.G.
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