Wir haben nur diese Kinder!

Im Jahr 2020 wird es in ganz Bayern etwa 20 Prozent weniger Schüler geben. In Ober- und Unterfranken und in der Oberpfalz sinkt die Zahl der Schüler sogar um 30 Prozent. Am Rande einer Expertentagung des BLLV zu den Auswirkungen der demographischen Entwicklung sprach sich der Bayerische Elternverband dafür aus, die frei werdenden Mittel im Bildungsetat zu belassen und von oben nach unten umzuverteilen. "Wir haben nur diese Kinder", sagte Isabell Zacharias, Landesvorsitzende des BEV. "Wir können es uns schon allein aus wirtschaftlichen Gründen gar nicht leisten, auch nur ein einziges Kind verlieren."

13.12.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Weniger Schüler, das müsse nicht weniger Lehrer bedeuten. Man könne die scheinbar überzähligen Lehrer endlich für bessere Förderung einsetzen. "Hier können die Politiker Mut beweisen und jedem Kind wirklich die individuelle Förderung bieten, von der sie seit Jahren reden", sagte Zacharias. Vor allem die Grundschulen müssten mehr statt weniger Lehrer und weiteres pädagogisches Personal bekommen, denn hier werde der Grundstein für Lebenschancen gelegt. "Jahrgangsübergreifender Unterricht und ganztägiges rhythmisiertes Lernen steht allen Kindern zu, auch den künftigen Gymnasiasten. Verkopft wird der Lehrplan noch früh genug."

Der Bildungsetat dürfe daher nicht gekürzt werden, nur weil die Schülerzahlen sinken. Er müsse angesichts der steigenden Pensionslasten sogar wachsen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden