Nordrhein-Westfalen

Zeugnistag ist kein Gerichtstag

"Der Zeugnistag sollte in keiner Familie zum Gerichtstag werden", erklärt der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann zur anstehenden Zeugnisvergabe in den Schulen. "Schulnoten sind zwar nicht unwichtig, aber sie sagen keineswegs alles über Kinder und Jugendliche aus."

18.07.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Für schlechte Noten kann es ganz unterschiedliche Ursachen geben. Diese zu finden, ist der erste Schritt zu einer möglichen Verbesserung. Hier ist die Kooperation von Eltern und Lehrern gefragt.

"Kindern und Jugendlichen muss das Gefühl vermittelt werden, dass es sich bei einem schlechten Zeugnis nicht um einen Endzustand handeln muss", so Beckmann. "Es gilt, den jeweils passenden Weg zu finden, um die Situation zu verbessern."

Auch bei einem schlechten Zeugnis sollten Kindern die Ferien nicht völlig genommen werden. Erholung und Abschalten sind für Kinder und Jugendliche genauso wichtige Faktoren wie für Erwachsene.

"Eine gute Balance zwischen Urlaubsaktivitäten und gemeinsamen Überlegungen für das kommende Schuljahr dürfte der beste Umgang mit schlechten Noten sein", so Beckmann. "Den Zeugnistag zum Gerichtstag mit folgenden Strafaktionen zu machen, ist sicher nicht der richtige Weg."


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