Zöllner: Mit der Einstellung von derzeit mehr als 300 Lehrkräften ist der Aufholprozess an Berliner Schulen sehr erfolgreich

Nach der ersten Phase der Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern an Berliner Schulen erklärte Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Die Berliner Schulen werden jetzt durchgängig mit 100 Prozent an Lehrkräften ausgestattet. Der anerkannte Unterrichtsbedarf (100%) besteht im Durchschnitt aus 80 % Pflichtunterricht nach der Stundentafel und zu 20 % aus freiwilligem Unterricht sowie individueller Förderung und Zusatzunterricht."

14.03.2007 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres (am 12.02.2007) sind befristete Vertretungseinstellungen von 310 Lehrkräften (das entspricht 256,5 Vollzeitstellen) und 224 Aufstockungen (das entspricht 50,4 Vollzeitstellen) vorgenommen worden. Damit sind die Schulen mit Lehrkräften im Umfang von insgesamt 306,9 zusätzlichen Stellen versorgt worden.

Aufstockungen und Rückkehr aus Beurlaubung: 224 Personen, Stellenumfang: 50,4
Einstellungen: 310 Personen, Stellenumfang: 256,5
Summe insgesamt: 534 Personen, Stellenumfang: 306,9

Von den 310 Einstellungsverfahren sind 264 bereits abgeschlossen; in 46 Fällen laufen die Verfahren mit den Beschäftigtenvertretungen.

Aufteilung der 310 befristeten Einstellungen auf Regionen:

Mitte: 15
Friedrichshain-Kreuzberg: 27
Pankow: 22
Charlottenburg-Wilmersdorf: 23
Spandau: 32
Steglitz-Zehlendorf: 35
Tempelhof-Schöneberg: 39
Neukölln: 46
Treptow-Köpenick: 13
Marzahn-Hellersdorf: 4
Lichtenberg: 8
Reinickendorf: 39
Zentral verwaltete Schulen: 7
Summe: 310

Aufteilung der 310 befristeten Einstellungen auf Schularten:

Grundschulen: 171
Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt: 26
Hauptschulen/Verbundene Haupt- und Realschulen: 13
Realschulen: 9
Gesamtschulen: 44
Gymnasien: 39
Zweiter Bildungsweg: 1
Berufliche und zentral verwaltete Schulen: 7
Summe: 310

Senator Zöllner betonte: "Es ist sicher deutschlandweit ungewöhnlich, im laufenden Schuljahr so viele Einstellungen vorzunehmen. Da es mir darum geht, die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten, freue ich mich, dass die Maßnahme so erfolgreich war."

Über die Einstellungen haben die Schulen entschieden. Pensionierte Lehrkräfte wurden nicht eingestellt.

Für alle offenen Stellen hat es ausreichend viele qualifizierte Bewerber gegeben - und sogar noch mehr: Allein in den letzten zwei Bewerbungstagen sind rund ein Dutzend Bewerber aufgrund der Fächerkombination oder Qualifikation nicht berücksichtigt worden:

In der zweiten Phase ist die Schulaufsicht beauftragt, bei jeder neuen Erkrankung, die eine Schule meldet und die zu einer Ausstattung unter 100 % führt, eine neue befristete Einstellung vorzunehmen.

Die dritte Phase beginnt mit der Einführung der Vertretungsreserve ab kommendem Schuljahr. Über die im Bundesvergleich grundsätzlich gute Versorgung der Berliner Schulen hinaus sind allen Schulen zusätzliche Mittel in Höhe von drei Prozent ihrer Lehrerausstattung angeboten worden, um damit rasch für Vertretungen sorgen zu können.

Bildungssenator Zöllner: "Wir haben den Lehrkräften zu danken, die in den letzten Wochen in den Berliner Schulen eingestellt worden sind. Die Schulleiterinnen und Schulleiter berichten uns, dass diese Kräfte mit großem Engagement und Kompetenz den Schulen weiterhelfen. Wer die Qualifikation dieser Lehrerinnen und Lehrer in Frage stellt, tut nicht nur ihnen Unrecht. Man schadet auch dem Schulklima. Bei allem Verständnis für Interessenvertretung: Ich werde auch weiterhin alles dafür tun, dass so wenig Unterricht wie möglich ausfällt. Das ist meine vordringliche Aufgabe."


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