Zur Anhörung im Schulausschuss des Landtags

"Der VBE unterstützt den erneuten Vorstoß der Grünen, die Rolle der Kommunen bei der Schulentwicklung zu stärken", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann die heutige Anhörung im Ausschuss für Schule und Weiterbildung des Landtags. "Die Kommunen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Sie brauchen im Gegenzug die Freiheit, um ihre Konzepte auch umsetzen zu können."

26.11.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Die eigenverantwortliche Schule ist im Schulgesetz verankert. Zur Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Schule muss aber auch eine stärkere Eigenverantwortlichkeit der Schulträger treten, um eine Bildungsreform "von unten" in Gang zu bringen. In Zeiten von Bildungsstandards, Lernstandserhebungen und zentralen Abschlussprüfungen ist es nicht mehr angebracht, Schulentwicklung in engen Grenzen zu halten und "von oben" steuern zu wollen.

"Eine zukunftsweisende Schulpolitik würde die vorhandenen Aktivitäten in den Kommunen stützen und sie nicht wie die Landesregierung blockieren", so Beckmann. "Man muss sich immer wieder fragen, wovor die Landesregierung eigentlich Angst hat. Fürchtet sie etwa das Schneeballsystem, das in Schleswig-Holstein zu einem so rasanten Aufbau von immer mehr Gemeinschaftsschulen führt? Fürchtet die Mehrheitsfraktion vielleicht, dass auch ihre kommunale Basis so handeln könnte wie die CDU-Bürgermeister in Schleswig-Holstein, die die Einrichtung dieser Schulform fleißig forcieren?"

In mehr und mehr Kommunen setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Schule am Ort ein wichtiger Standortfaktor ist. Es geht aber nicht darum, einfach nur irgendeine Schule vorweisen zu können. Vielmehr muss es sich um eine Schule handeln, die von den Eltern auch nachgefragt wird.

"Der Wandel von der angebots- zur bedarfsorientierten Schulentwicklungsplanung vollzieht sich in den Kommunen", so Beckmann. "Sie sind offen für neue Strukturen und Angebote, die die Eltern auch wirklich wünschen."


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