Zur Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I

„Die neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I ist ein weiterer Beitrag zur Abkoppelung des Gymnasiums von den anderen Schulformen“, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). „Die Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen wird keineswegs erhöht, sondern erschwert.“

10.01.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

§10, Absatz 1 des Schulgesetzes legt fest, dass die Bildungsgänge aufeinander abgestimmt werden müssen, um Wechsel zu erleichtern. Diesen Anspruch erfüllt aber das gymnasiale 9+3-Modell nicht. Durch die Schulzeitverkürzung müssen Gymnasialschüler in Zukunft in neun Jahren das Pensum lernen, das sie bisher in zehn Jahren lernen mussten. Das führt zu einem Auseinanderdriften der Curricula der einzelnen Bildungsgänge.

„Der VBE erkennt an, dass die Landesregierung die personelle Ausstattung der Schulen verbessert hat“, so Beckmann weiter. „Gleichzeitig verhindert sie aber durch gesetzliche Regelungen, dass das Schulsystem in NRW gerechter wird. Wir sehen vielmehr, dass es trotz der vielfach beschworenen individuellen Förderung nicht dazu kommen wird, dass Schülerinnen und Schüler flexibel in einen höheren Bildungsgang wechseln können.“


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