Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat enttäuscht auf die heutige Regierungserklärung von Kultusminister Spaenle reagiert: "Ich erkenne viele kleine Schritte, die den schulischen Alltag erleichtern können, die grundlegenden Probleme lösen sie jedoch nicht. Der große schul- und bildungspolitische Wurf ist ausgeblieben. Ziel muss eine Schulpolitik sein, in der der Bildungsauftrag ernst genommen und der Sortierauftrag vernachlässigt werden darf." Noch immer hängt Bildung vom Einkommen der Eltern ab, weil zu wenig individuell gefördert wird, noch immer hinken die Ganztagsangebote dem Bedarf weit hinterher und noch immer herrscht an den Schulen ein Lern- und Leistungsverständnis, das ausschließlich auf Noten und Berechtigungen fixiert ist. "Ich habe den Eindruck, der Kultusminister verliert sich in zahlreichen Details, ohne dass sich dabei an den Schulen etwas grundsätzlich verbessert. Inzwischen herrscht eine solche Fülle von Einzelmaßnahmen, die nur noch schwer zu durchschauen ist und die Lehrerschaft extrem belastet." Lobend äußerte sich der BLLV-Präsident zu den angekündigten 2700 zusätzlichen Planstellen und den neuen Beförderungsmöglichkeiten.
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26.03.2009
Pressemeldung
Schule