Die Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern e.V. (GyB), Ulrike Köllner, und der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, haben in einer gemeinsamen Presseerklärung kritisiert, dass nur 60% aller Schülerinnen und Schüler, die in ein Gymnasium übertreten, das Abitur erreichen. "Häufig sind dafür immense Investitionen für private Nachhilfe erforderlich", beklagten beide. Sie kritisierten auch den einseitig auf Ziffernnoten und Punkte ausgerichteten Lern- und Leistungsbegriff als "nicht mehr zeitgemäß". "Die Schülerinnen und Schüler eignen sich kurz vor einer Prüfung abfragbares Wissen an, um es danach schnell wieder zu vergessen. Im 21. Jahrhundert darf es nicht mehr nur um das bloße Vermitteln von Lernstoff gehen", betonten sie. Die Heranwachsenden müssten stattdessen in die Lage versetzt werden, selbständig Kompetenzen zu erwerben, Qualifikationen auszubauen, Bildung zu leben und zu erleben. "Wir müssen vom Lehren hin zum Lernen, von der Wissensvermittlung zum Kompetenzerwerb kommen."
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11.05.2009
Pressemeldung
Schule