"Die Bildungsausgaben in Bayern befinden sich immer noch in einer extremen Schieflage." Mit diesen Worten hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Bildungsausgaben der Länder 2006 kommentiert. "Nach wie vor ist der Grundschulbereich unterfinanziert, obwohl gerade hier am meisten investiert werden müsste. Je früher die Förderung junger Menschen beginnt, umso ertragreicher ist sie. Obwohl dies längst bekannt ist, fließt das meiste Geld in die oberen Klassenstufen." Auch bayerische Förderschulen stehen im Ländervergleich ausgesprochen schlecht da: Während 2006 Baden-Württemberg 14.600 Euro pro Schüler aufbrachte, waren es in Bayern gerade einmal 10.700 - "mit diesem Betrag ist Bayern sogar Schlusslicht im Ländervergleich." Wenzel bezeichnete die Verteilung der finanziellen Mittel zu Lasten des Elementarbereiches und zu Lasten der Förderschulen als ungerecht und falsch. "Grund- und Förderschulen dürfen bei den Bildungsausgaben nicht benachteiligt werden", forderte er.
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22.01.2009
Pressemeldung
Schule