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Aufgaben
Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung zu erarbeiten. Seine Empfehlungen sollen mit Überlegungen zu den quantitativen und finanziellen Auswirkungen und ihrer Verwirklichung verbunden sein; sie sollen den Erfordernissen des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens entsprechen. Der Wissenschaftsrat gibt Empfehlungen und Stellungnahmen im wesentlichen zu zwei Aufgabenfeldern der Wissenschaftspolitik ab, nämlich zu

  • den wissenschaftlichen Institutionen (Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen), insbesondere zu ihrer Struktur und Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Finanzierung,
  • übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems, zu ausgewählten Strukturaspekten von Forschung und Lehre sowie zur Planung, Bewertung und Steuerung einzelner Bereiche und Fachgebiete.

Meldungen

Drei Entscheidungen im Verfahren der institutionellen Akkreditierung

Auf seinen Wintersitzungen hat der Wissenschaftsrat drei Akkreditierungsverfahren beraten. In zwei Fällen gelangte er zu einer positiven Akkreditierungsentscheidung, im dritten Fall sprach er sich gegen eine Akkreditierung aus. Zu den Ergebnissen im Einzelnen: mehr

01.02.2010 Pressemeldung Hochschule und Forschung, Bildung und Gesellschaft

Universitätsklinikum Jena (UKJ) in entscheidender Entwicklungsphase

Das Land Thüringen hat mit der Einführung des Integrationsmodells für die Universitätsmedizin in Jena, nach dem die Medizinische Fakultät und das Universitätsklinikum gemeinsam als Teilkörperschaft in der Universität verankert sind, eine tragfähige Konstruktion geschaffen. Die Verschränkung von wissenschaftlichem, medizinischem und kaufmännischem Vorstand in einer gemeinsamen Führungsstruktur führt zu einer engen Abstimmung zwischen den Belangen von Forschung und Lehre auf der einen und den Erfordernissen der Krankenversorgung auf der anderen Seite. Dem Wissenschaftlichen Vorstand kommt bei diesem Zusammenspiel wegen seines Vetorechts eine starke Position zu. Um künftigen Herausforderungen gerecht werden zu können, wird dem Land empfohlen, die betriebswirtschaftlichen Handlungsspielräume des UKJ zu erweitern. Die Kooperation zwischen Universität und UKJ sollte durch einen Kooperationsvertrag weiter gestärkt und abgesichert werden. "Das Universitätsklinikum Jena befindet sich grundsätzlich auf einem guten Weg. In den kommenden Jahren müssen jedoch wichtige Weichen für eine positive Weiterentwicklung gestellt werden", fasst Professor Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, die Ergebnisse der Evaluation zusammen. mehr

01.02.2010 Pressemeldung Hochschule und Forschung, Bildung und Gesellschaft

Höhere Forschungsqualität vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung gefordert

Die am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), Wiesbaden, bearbeiteten Themen zum demographischen Wandel sind gesellschaftlich überaus relevant. Es ist dem BiB in der Vergangenheit allerdings nicht gelungen, sich in seinem Aufgabenbereich entsprechend wissenschaftlich zu profilieren und bekannt zu machen. mehr

01.02.2010 Pressemeldung Hochschule und Forschung, Bildung und Gesellschaft

Religiöse Pluralisierung verlangt Weiterentwicklung des theologischen und religionswissenschaftlichen Feldes

Die wachsende Pluralität religiöser Zugehörigkeiten in Deutschland und der steigende Bedarf an wissenschaftlicher Expertise in Fragen der Religion stellen neue Anforderungen an Organisation und Leistungsfähigkeit der damit befassten Wissenschaften. Der Wissenschaftsrat empfiehlt deshalb, das theologische und religionswissenschaftliche Feld im deutschen Wissenschaftssystem weiterzuentwickeln. Die dazu notwendigen strukturellen Anpassungen insbesondere der christlichen Theologien und der Ausbau der übrigen Fächer sollten dabei innerhalb des staatlichen Hochschulsystems erfolgen. Das betrifft vor allem auch den Aufbau Islamischer Studien an Universitäten; dies ist der beste Weg, die wissenschaftliche Qualität von Forschung und Lehre zu sichern, das Gespräch mit den anderen Formen wissenschaftlicher Weltauslegung zu intensivieren und auch eine verlässliche theologische Basis für den interreligiösen Dialog zu schaffen. mehr

01.02.2010 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Ergebnisse der Wintersitzungen des Wissenschaftsrates in Berlin (27.-29. Januar 2010)

Die wachsende Pluralität religiöser Zugehörigkeiten in Deutschland und der steigende Bedarf an wissenschaftlicher Expertise in Fragen der Religion stellen neue Anforderungen an Organisation und Leistungsfähigkeit der damit befassten Wissenschaften. Der Wissenschaftsrat empfiehlt deshalb, Theologien und religionsbezogene Wissenschaften im deutschen Wissenschaftssystem weiterzuentwickeln. Die dazu notwendigen strukturellen Anpassungen insbesondere der christlichen Theologien und der Ausbau der übrigen Fächer sollten dabei innerhalb des staatlichen Hochschulsystems erfolgen. mehr

01.02.2010 Pressemeldung Hochschule und Forschung, Bildung und Gesellschaft

Zwei Entscheidungen im Verfahren der institutionellen Akkreditierung

Auf seinen Herbstsitzungen hat sich der Wissenschaftsrat mit zwei Akkreditierungsverfahren beschäftigt. In einem Fall gelangte er zu einer positiven Entscheidung, im anderen Fall sprach er sich gegen eine Akkreditierung aus. Zu den Ergebnissen im Einzelnen: mehr

16.11.2009 Pressemeldung Aus- und Weiterbildung, Hochschule und Forschung

Wissenschaftsrat unterstreicht Bedeutung der Wehrmedizinischen Forschung

Zum Abschluss seiner Evaluation von 40 Ressortforschungseinrichtungen des Bundes hat der Wissenschaftsrat eine übergreifende Stellungnahme zu den medizinischen Forschungseinrichtungen der Bundeswehr vorgelegt. Sie zeigt auf, wie die Leistungsfähigkeit dieser Einrichtungen über die Schaffung wissenschaftsförderlicher personal- und haushaltsrechtlicher Rahmenbedingungen und eine übergreifende Forschungsplanung zu verbessern und langfristig zu sichern ist. mehr

16.11.2009 Pressemeldung Hochschule und Forschung

Schlussetappe bei der Evaluation der Ressortforschungseinrichtungen erreicht

Nach der Verabschiedung der Stellungnahmen zu weiteren vier Ressortforschungseinrichtungen des Bundes steht der Wissenschaftsrat kurz vor dem Abschluss seiner Einzelevaluationen auf diesem Sektor. Seit 2005 wurden 39 Einrichtungen dieser Art begutachtet, die mit ihrer Forschung und Entwicklung die Bundesministerien bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützen. Zu ihrem Tätigkeitsspektrum gehören Informations- und Beratungsleistungen, Tätigkeiten der Prüfung, Normierung und Zulassung, Dienstleistungen für Dritte und die Öffentlichkeit sowie Ausbildungsaufgaben. Jährlich etwa 1,36 Milliarden Euro stellt der Bund für seine Ressortforschungseinrichtungen zur Verfügung, davon gut 640 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung. In guten FuE-Leistungen sieht der Wissenschaftsrat, der sich in seinen Stellungnahmen überwiegend auf die Begutachtung der Leistungen in diesem Feld konzentriert hat, die wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Einrichtungen ihre Bundesministerien effektiv beraten und unterstützen können. Insgesamt ergibt sich nach dem Evaluationsdurchgang, das kann schon jetzt gesagt werden, ein positives Bild der Leistungsfähigkeit dieser Einrichtungen. mehr

16.11.2009 Pressemeldung Bildung und Gesellschaft

Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung der Dateninfrastruktur

Seit seiner Gründung im Jahr 2004 hat der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) maßgeblich dazu beigetragen, dass sich der Zugang der Wissenschaft zu Daten der öffentlichen Statistik erheblich verbessert hat. Er bietet darüber hinaus eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Datenhaltern und Datennutzern und berät in kompetenter Weise die Bundesregierung und Wissenschaftsorganisationen hinsichtlich der strategischen Weiterentwicklung der Dateninfrastruktur in den Sozial-, Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften. Die Arbeit des RatSWD wird deshalb auch in Zukunft von großer Bedeutung für die deutsche Forschungslandschaft sein. Zu diesem Ergebnis gelangt der Wissenschaftsrat in einer Stellungnahme zum Status und den Zukunftsperspektiven des RatSWD, die im Zusammenhang einer übergreifenden Untersuchung der Forschungsinfrastruktur in den Sozial- und Geisteswissenschaften erarbeitet wurde. mehr

16.11.2009 Pressemeldung Bildung und Gesellschaft

Ambitionierte Zukunftspläne des Sozio-oekonomischen Panels finden Unterstützung

Als eine der wichtigsten Forschungsinfrastrukturen in den Sozial-, Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften hat der Wissenschaftsrat das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) in Berlin gewürdigt. Seit 26 Jahren befragt das am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) angesiedelte Panel jährlich ca. 12.500 deutsche Haushalte zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage und stellt die anonymisierten Informationen der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Analyse zur Verfügung. "Die Daten des SOEP ermöglichen eine beeindruckende Bandbreite empirischer Forschung und tragen damit auf herausragende Weise zu einem besseren Verständnis des Lebens der Menschen in unserer Gesellschaft über den gesamten Lebensverlauf hinweg bei," kommentierte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider, die Verabschiedung der Stellungnahme, die im Zusammenhang einer übergreifenden Untersuchung der Forschungsinfrastruktur in den Sozial- und Geisteswissenschaften erarbeitet wurde. mehr

16.11.2009 Pressemeldung Bildung und Gesellschaft

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