Chancengleichheit zum Schulstart

Ein zentrale Schnittstelle für die Verbesserung der Chancengleichheit zum Schulstart ist die Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule. Dabei geht es sowohl im Sinne der Kinder um die Weiterführung von Bildungsprozessen sowie grundsätzlich um die Zusammenarbeit von zwei Systemen, die bislang noch zu wenig miteinander in Verbindung stehen. Am kommenden Donnerstag (6. April) wird Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp im Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) die Kommissionsmitglieder berufen, die einen "Gemeinsamen Orientierungsrahmen Bildung in Kindertagesbetreuung und Grundschule" erarbeiten werden.

05.04.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Die Berufung erfolgt im Rahmen der Auftakttagung für ein brandenburgisches Teilprojekt innerhalb des bundesweiten Verbundprojekts TransKiGS. Dieses hat das Ziel, die Qualität der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrich-tungen und Grundschulen zu stärken und den Übergang zwischen beiden Bildungseinrichtungen zu verbessern. Es soll herausgefunden werden, welche Instrumente und Rahmenbedingungen eine Voraussetzung dafür bieten, die individuelle Förderung von Kindern wirksam zu verbessern.

"Ziel der Verbesserung des Übergangs von der Kita zur Grundschule ist, allen Kindern einen erfolgreichen Schulstart zu ermöglichen. Mit einer verbesserten Zusammenarbeit sollen Übergangsbrüche vermieden und die Bildungsarbeit in beiden Systemen aufeinander abgestimmt werden", sagt Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp. "Ich sehe in der frühen und individuellen Förderung der Kinder einen Schlüssel für erfolgreiches Lernen. Alle Kinder müssen ihre Stärken entwickeln können, damit Benachteiligungen schon früh vermieden werden. Wir haben an diesem Zeitpunkt einer Bildungsbiografie in Deutschland noch einen enormen Bedarf der Abstimmung und verschenken bislang Möglichkeiten."

In Teilprojekten soll herausgefunden werden, wie Bildungskonzepte in Kita und Grundschule entwickelt, erprobt und weiterentwickelt werden können. Lernkonzepte sollen helfen, den Übergang Kita-Grundschule fließend zu gestalten. Die Fort- und Weiterbildung der Fachkräfte soll u. a. auf neue Formen der Bildung in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gerichtet und die Kooperation aller Beteiligten weiterentwickelt werden.

Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind für die Auftaktveranstaltung gemeldet, darunter Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte aus Grundschulen sowie Vertreter der Schulaufsicht. "Wir werden mit ihnen diskutieren," so der Direktor des LISUM Bbg, Dr. Jan Hofmann, "wie in den nächsten Jahren ein gemeinsamen Bildungsverständnis von Bildung in Kita und Schule entwickelt werden und der Bildungsprozess weiter individualisiert werden kann." Aspekte, wie die Kooperation von Kita, Schule und Eltern, der Übergang von der Familie in die Kindertageseinrichtung und der Übergang von der Kita in die Schule spielen dabei eine wesentliche Rolle. Auf einem "Marktplatz der Möglichkeiten", können sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über bestehende Zusammenarbeiten und Erfahrungen zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen informieren und austauschen.

Die Erarbeitung des gemeinsamen Orientierungsrahmens, für den das LISUM Bbg verantwortlich zeichnet, ist eines von zwei Teilprojekten, für die das Land Brandenburg im bundesweiten BLK-Verbundprojektes verantwortlich ist. Der zweite Schwerpunkt für das Land Brandenburg ist die Weiterentwicklung des Bildungskonzeptes für den Elementarbereich im Hinblick auf ein "Individuelles Curriculum".

An dem länderübergreifenden Verbundprojekt TransKiGS, der Bund-Länderkommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK), das bis Ende 2009 laufen wird, beteiligen sich Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Es wird mit über 2 Millionen Euro gefördert. Das Land Brandenburg hat die Federführung übernommen. Die überregionale Koordinierung erfolgt durch das Sozialpädagogische Fortbildungswerk Brandenburg.

Weiterführende Informationen zum BLK-Verbundprojekt TransKiGs finden Sie auf der Homepage des Projekts www.transkigs.de.

Für Ihre Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Katrin Liebers
Tel. 03378 209-177
E-Mail:


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