Bildungsgewerkschaft zur Bilanz des DGB zu den Zielen des Dresdener Bildungsgipfels 2008
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert mit Blick auf die heute veröffentlichte Bilanz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu den Zielen des Bildungsgipfels von Dresden mehr gemeinsame Anstrengungen, diese zu erreichen.
27.12.2012 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft"2008 haben Bund und Länder bildungspolitische Ziele vereinbart. Auf dem Weg dahin sind wir kaum vorangekommen. Die geringen Erfolge sind auch darauf zurückzuführen, dass das Grundgesetz die notwendige Zusammenarbeit des Bundes und der Länder verbietet. Wir appellieren an Bund und Länder, die historische Chance, das Kooperationsverbot wieder zu streichen, zu nutzen. Gemeinsame Ziele muss man auch gemeinsam erreichen", sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Donnerstag in Frankfurt a.M. Er bekräftigte die Forderung nach einem verfassungsrechtlichen Rahmen, der Möglichkeiten für eine sinnvolle und notwendige Zusammenarbeit schaffe. Als Beispiele nannte Thöne den Ausbau der Betreuung für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, von Ganztagsschulen, Studienplätzen und öffentlich finanzierten Weiterbildungsangeboten. Beim Aufbau eines inklusiven Bildungssystems stehe Deutschland noch am Anfang. "Nur durch einen massiven quantitativen und qualitativen Ausbau des Bildungswesens können die aktuellen Herausforderungen bewältigt werden. Länder und Kommunen werden dies allein nicht schaffen. Gegen Zusammenarbeit, dort wo sie nötig ist, gibt es keine Argumente."
Info: Der DGB hat heute die vom Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Klemm erstellte Bilanz der Ziele des Bildungsgipfels 2008 veröffentlicht. Bund und Länder kommen im Januar wieder zusammen, um über Kooperationsmöglichkeiten in der Bildungspolitik zu verhandeln.
- Die DGB-Expertise zum Bildungsgipfel (Der Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Klemm untersucht, wie weit die Beschlüsse des Bildungsgipfels von 2008 bis heute umgesetzt wurden.)
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