Hehre Worte ohne Taten
(bikl) Bildung ist eine Investition in die Zukunft – das erklären (Bildungs)Politiker aller Parteien beinahe gebetsmühlenartig. Dass auch hierbei Worte und Taten keineswegs identisch sind, hat jetzt noch einmal der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm nachgewiesen.
10.05.2006 ArtikelEr hat nämlich die Entwicklung der Bildungsausgaben in den letzten Jahren beobachtet. „2004 war das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft bei einem Volumen von 193 Milliarden Euro um (inflationsbereinigt) 5,2 Milliarden geringer als 2002“, schreibt er in der Frankfurter Rundschau.
Während sich von 2002 bis 2003 die öffentlichen Bildungsausgaben real um 2 Millionen Euro verringert hätten, so Klemm weiter, seien die privat geleisteten Ausgaben um 0,6 Milliarden Euro gestiegen, etwa für Nachhilfe und Lernmittel. Diese Entwicklung werde durch die Studiengebühren noch weiter vorangetrieben.
Klemm rechnet gleichzeitig vor, was Deutschland aufbringen müsste, wollte es mit den PISA-Siegerländern bei den Bildungsinvestitionen gleichziehen: Danach müsste Deutschland seine Bildungsausgaben um 35 Milliarden Euro steigern, nicht aber um mehr als 5 Milliarden Euro senken.
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Arbeitsgruppe Bildungsforschung/ Bildungsplanung der Uni Essen
Frankfurter Rundschau
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