Let´s talk about Porno – Jugendsexualität, Internet und Pornografie
Nacktfotos und Pornos sind heute über das Internet für Jugendliche quasi frei verfügbar. Sie dürfen mit solchen sexualisierten Medieninhalten nicht alleine gelassen werden. Erstmals erhalten nun Lehrkräfte konkrete Informationen und ausgearbeitete Unterrichtseinheiten, die ihnen ein Gespräch mit ihren Schülern erleichtern: "Let´s talk about Porno" lautet der Titel einer neuen Handreichung für den Unterricht und die Jugendarbeit, die vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ), klicksafe und pro familia Bayern entwickelt wurde. Sie wird zum Safer Internet Day am 8. Februar 2011 in Berlin vorgestellt und ist danach für alle Lehrkräfte erhältlich. Das Landesmedienzentrum wird auf Grundlage dieser Handreichung flächendeckend Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte in Baden-Württemberg anbieten. Interessierte Lehrkräfte können unter 0711 2850-777 oder unter Näheres erfragen.
07.02.2011 Pressemeldung Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ)Pornos sind per Mausklick kostenlos und ohne Altersbegrenzung frei verfügbar, Werbung und Popstars zeigen mehr nackte Haut als je zuvor und über die sozialen Netzwerke werden aus Rache immer öfter auch intime Fotos der Exfreundin/des Exfreundes verbreitet. Auch Informationen über das "erste Mal" und Liebeskummer finden Jugendliche im Internet, zum Teil auf Seiten, die unter sexualpädagogischen Gesichtspunkten eher fragwürdig sind. Mehr Aufklärung ist gefragt - doch wenn Lehrer, Jugendarbeiter oder Sozialpädagogen das Themenfeld behandeln wollten, finden sie bislang kaum didaktisches Material.
Diese Lücke schließt das Redaktionsteam des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, von klicksafe und pro familia Bayern. Ihre neue Handreichung liefert unter der Überschrift "Let´s talk about Porno! Jugendsexualität, Internet und Pornografie" sowohl Hintergrundinformationen für Lehr- und Fachkräfte als auch konkrete Module für Unterricht und Jugendarbeit. Ab 8. Februar steht das Heft zum Download auf www.mediaculture-online.de sowie auf www.klicksafe.de zur Verfügung. Zudem kann es kostenfrei beim Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und bei klicksafe als Printversion bestellt werden.
Das Heft gliedert sich in die vier Bausteine: 1. Leben in der Pubertät, 2. Schönheitsideale in unserer Gesellschaft, 3. Pornografie im Netz und 4. Sexualisierte Kommunikation. Es enthält umfangreiches Praxismaterialien und methodische Vorschläge für Unterricht und Jugendarbeit, zum Beispiel zur Frage, wie Jugendliche mit dem Druck umgehen lernen, vermeintlich körperlich attraktiv und "sexy" sein zu müssen.
Vorgestellt werden die neuen Unterrichtsmaterialien bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Safer Internet Day am 8. Februar 2011 in Berlin.
Erste praxisbezogene Fortbildungen für PädagogInnen und Sozialarbeiter/innen zum Thema bietet das Landesmedienzentrum am 3. März in Karlsruhe und am 5. April in Stuttgart an.
Am 25. Mai findet in Karlsruhe ein ganzer Fachtag zum Thema Pornografie, Jugendsexualität und Internet statt. Weitere Informationen unter 0711/2850-777 oder unter
Kontaktadresse für die Presse:
Ingrid Bounin
Tel.: 0711-2850-799 oder mobil 0177-7593116
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ):
Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) - mit den beiden Stadtmedienzentren Karlsruhe und Stuttgart - bietet Lehrkräften an Schulen in Baden-Württemberg sowie Trägern der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung medienpädagogische Beratung, Fort- und Weiterbildung, technische Unterstützung und didaktisch sinnvolle Medien.
Im "Medienzentrenverbund" arbeitet das LMZ eng mit den regionalen Stadt- und Kreismedienzentren zusammen. Die Online-Medienrecherche dieses Verbundes ermöglicht den Zugriff auf die Medien der Medienzentren und des Landesmedienzentrums, die ausgeliehen oder direkt herunter geladen werden können, sowie auf die Bilddatenbank des Landesmedienzentrums. Das kulturhistorische Bildarchiv bietet mit seinen Aufnahmen aus den Bereichen Landeskunde, Geschichte, Verkehr, Politik und Geografie ein "fotografisches Gedächtnis" für Baden-Württemberg. Das LMZ bietet umfassende technische Unterstützung für den Medieneinsatz in Schulen ("paedML – die pädagogische Musterlösung für schulische Computernetze") und erprobt unterrichtsgeeignete technische Lösungen.
Im Auftrag des Staatsministeriums und des Kultusministeriums betreut das LMZ medienpädagogische Projekte zum Jugendmedienschutz mit der Zielsetzung, landesweit über mögliche Gefahren der Mediennutzung aufzuklären und bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Kompetenzen für einen souveränen Umgang mit Medien zu fördern.
Weitere Informationen finden Sie unter www.lmz-bw.de.
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