Neue OECD-Studie: Licht und Schatten
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) sieht sich durch die neue OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2011" in seiner Forderung bestätigt, Deutschlands Hochschulen sozial stärker zu öffnen. Die Studie, die die Bildungssysteme der 34-OECD-Mitgliedsstaaten vergleicht, wurde heute Vormittag in Berlin vorgestellt.
13.09.2011 Pressemeldung Deutsches StudierendenwerkDSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat sieht in der Studie "Licht und Schatten". Er sagt:
"Dass die Studierenden- und die Absolventenzahlen in Deutschland steigen und ein Hochschulabschluss eine hohe Bildungsrendite abwirft, ist erfreulich und wichtig, wenn man Bildungsrepublik sein will.
Aber allein aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge sowie der doppelten Abiturjahrgänge muss die Studierendenzahl ansteigen, deswegen haben Bund und Länder auch die Hochschulpakte geschaffen. Noch immer liegt Deutschland aber bei den Bildungsausgaben, gemessen am Bruttoinlands¬produkt, im Schlussfeld der OECD-Staaten.
Ob jemand in Deutschland studiert oder nicht, hängt ganz entscheidend vom sozialen Hintergrund ab. Von 100 Akademiker-Kindern studieren 71, von 100 Kindern aus Nicht-Akademiker-Familien studieren aber nur 24. Das deutsche Hochschulsystem ist nach wie vor sozial hochgradig selektiv.
Die Politik der sozialen Öffnung der Hochschulen in Deutschland muss viel stärker vorangetrieben werden. Dazu gehört, dass endlich auch, flankierend zu den Hochschulpakten, in die soziale Infrastruktur des Studiums investiert und das BAföG regelmäßig erhöht wird."
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