Schüler wehren sich gegen Pro NRW!

Die Bezirksschülervertretung (BSV) Rhein-Wupper ruft alle Schülerinnen und Schüler dazu auf, am 06. Juni auf der Demonstration durch Leverkusen-Opladen ein Zeichen gegen Neo-Nazis zu setzen. Sammelpunkt ist um 15:00 Uhr in der Bahnhofstraße.

05.06.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung LandesschülerInnenvertretung NRW

Grund für den Protest sind die vermehrten Verteilaktionen der "Bürgerbewegung" Pro NRW an Schulen. Diese wirbt über Flyer mit ausländerfeindlichen Sprüchen, wie "Mach mich nicht an, Mehmet". So heißt es dort weiter, "lass dich nicht linken, komm auf den rechten Weg". Die Schülervertreter haben deswegen auf ihrer letzten Bezirksdelegiertenkonferenz beschlossen, gegen Pro NRW auf die Straße zu gehen.

"Wir Schüler wollen es nicht zulassen, dass die Braunen mit ihren menschenverachtenden Zielen Fuß fassen", erklärt Nick Acheampong (17) aus dem Vorstand der BSV. Es sei nicht im Sinne der Schülerschaft, dass alle jugendlichen Straftäter mit Migrationshintergrund ausgebürgert würden. "Rechtspopulistische Sprüche sind hier fehl am Platz und widern mich an", sagt Acheampong, der selbst aus Ghana stammt.

Zudem betreibe Pro NRW nicht nur Geschichtsverklärung, sondern lüge auch zu Ereignissen der Gegenwart. So wurden die Flyer zwar an den Schulen verteilt, jedoch nicht wie von Pro NRW behauptet mit Begeisterung angenommen. "Stattdessen wurden sie zerrissen und in den Müll geworfen.", stellt die BSV klar.

Die Bezirksschülervertretung Rhein-Wupper ist der Zusammenschluss der Schülervertretungen aller Schulformen aus Leverkusen, Langenfeld, Leichlingen, Monheim und Burscheid. Die BSV fühlt sich weder dem Rechtsextremen noch dem Linksextremen Spektrum zugeneigt, sondern spiegelt die Meinung der Schülerinnen und Schüler der genannten Städte wieder.

Die Schüler sehen eine Gefahr in dem Versuch von Pro NRW an den Schulen gerade junge Menschen für ihre Machenschaften zu manipulieren. "Wir wollen in der Schule nicht durch rechtsextremes Gedankengut belästigt werden", erklären die Schülervertretungen und hoffen auf große Beteiligung an der Demonstration.


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