PISA ist wie keine andere Studie in das Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten. Die Schieflage des Bildungssystems wurde unter Lehrern, Eltern, Schülern, Politkern, Wissenschaftlern diskutiert – manchmal sogar miteinander. Wie bei allen Studien und Untersuchungen wird auch PISA unterschiedlich interpretiert und für die eigenen Zwecke genutzt. Für die einen ist es der Beleg zur Einführung einer Gemeinschaftsschule, für die anderen ist es der Beleg für die Reformierbarkeit des mehrgliedrigen Bildungssystems. Die Lösung der Bildungsmisere wird in gebundenen Ganztagsschulen, in frühkindlichen Bildungsoffensiven, in einer Reform der Lehrer- und Erzieherausbildung gesucht. Nach McKinsey werden die Schulen nur besser, wenn die Lehrer besser werden. Und wem die Ergebnisse von PISA gar nicht ins Konzept passen, der findet schnell Argumente gegen das gesamte Verfahren. Dann wird die Teilnahmequote der einzelnen Länder kritisiert, der Ausschluss respektive die Teilnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder die Teilnahmeprämien einzelner Schüler.
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04.12.2007
Pressemeldung
Landeselternausschuss Berlin (LEA Berlin)