Bayerns Schüler in internationaler Spitzengruppe

Den Anschluss an die Weltspitze haben Bayerns Schülerinnen und Schüler geschafft. Dies belegen die Ergebnisse der PISA-Studie, deren Ländervergleich heute in München von Kultus-Staatssekretär Karl Freller vorgestellt wurde.

03.11.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die bayerischen Schülerinnen und Schüler haben es geschafft, merklich über dem deutschen Durchschnitt unter den besten Alterskolleginnen und -kollegen in den OECD-Staaten zu rangieren. "Dies ist aber kein Grund, dass wir uns auf den Lorbeeren ausruhen, sondern motiviert dazu, dass wir uns weiter tatkräftig für eine qualifizierte Schulbildung im Freistaat engagieren", so Staatssekretär Freller. In Bayern genießt der Bildungshaushalt absolute Priorität. Die Ergebnisse von PISA sind nur dem gemeinsamen Einsatz von Lehrern, Eltern und Schülern zu verdanken.

Sowohl in Mathematik, im Lesen, in den Naturwissenschaf-ten und in der Kompetenz, Probleme zu lösen, rangieren die bay-erischen Jugendlichen bundesweit ungeschlagen auf Platz 1, im internationalen Vergleich auf den Plätzen 4 (Naturwissenschaften und Problemlösen), 5 (Mathematik) und 6 (Lesen). "Unser Jugendlichen haben sogar", betonte Karl Freller, "die guten Ergeb-nisse von PISA 2000 noch übertroffen". Die Schülerinnen und Schüler Bayerns werden für die An-forderungen der Zukunft ausgebildet. 34 Prozent von ihnen (das ist der höchste Anteil aller Bundesländer) nutzen regelmäßig den PC in der Schule - an Hauptschule, Realschule und Gymnasium.

Bildungserfolg lässt sich nicht einseitig mit Besuch des Gymnasiums gleichsetzen, warnte der Staatssekretär. In Bayern ist der Anteil der Schüler, der das Gymnasium besucht, mit 26,3 Prozent niedriger als die tatsächlichen Kompetenzen der Schüler des Freistaats es zuließen, zitierte er Ergebnisse des Länderver-gleichs.
Die Studie belegt, dass ein Viertel der bayerischen Realschüler Leistungen erbringen, die über den Mittelwerten der Gymnasiasten liegen. Vielen Schülern, die M-Klassen an Hauptschulen besuchen, bescheinigt die Studie Fähigkeit, die im unteren Vierten der gleichaltrigen Schüler an Gymnasien liegen.
Häufig, so Staatssekretär Karl Freller, entscheiden Eltern ganz bewusst, dass ihre Kinder etwa die Realschule und nicht das Gymnasium besuchen. Die sechsstufige Realschule genieße breite Akzeptanz, widersprach er Vorwürfen, dass in Bayern durch bildungspolitische Vorgaben die Chancen zum Abitur für Kinder aus "bildungsfernen Schichten" besonders ungünstig seien.

Der M-Zug an Hauptschulen entflechte Schulart und Schul-abschluss und eröffne Schülerinnen und Schülern Wege der weiteren Qualifikation - ganz im Sinne eines Leitwortes von Staatsminister Siegfried Schneider: "Kein Abschluss ohne Anschluss".
In die gleiche Richtung zielte die Ankündigung von Minister Schneider am vergangenen Wochenende in Augsburg. Die Fach- und Berufsoberschulen sollen zu einer Art "Beruflicher Oberschule" zusammengefügt werden. An dieser sollen junge Menschen auf einem zusätzlichen Weg die Allgemeine Hochschulreife und damit den Zugang zu Universitäten erreichen können.

Staatssekretär Freller wies angesichts der Probleme, die sich bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in allen Bundesländern nachweisen lassen, auf erfolgreiche Maßnahmen des Freistaats hin, diese intensiv zu fördern. In 160 Stunden (bisher nur 40 Stunden) würden ab diesem Schuljahr Kindern im Vorschulalter Deutsch gelehrt. Mit der Sprachfähigkeit wachse die Lese- und Lernkompetenz.

Insgesamt haben 44.580 Schülerinnen und Schüler von knapp 1500 Schulen aus allen Bundesländern an der Studie teilgenommen, davon rund 1800 Schülerinnen und Schülern von 66 Schulen aller Schularten in Bayern.


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