Klarer Blick statt Suche nach "Sündenböcken"!
Das neue Schuljahr hat begonnen - und wie bei der Politik der Senatsbildungsverwaltung zu erwarten auch mit einigen Pannen. So wurde breit berichtet über Schulen, die wegen Bauarbeiten geschlossen waren oder an denen am ersten Tag noch kein Stundenplan vorlag. Nun werden Forderungen laut nach dienstrechtlichen Konsequenzen gegen die betroffenen Schulleitungen.
10.08.2005 Berlin Pressemeldung GEW BerlinDie Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: "Wir halten das für völlig überzogen. Das überstürzte Einstellungsverfahren hat dazu geführt, dass noch in dieser Woche Einstellungsgespräche stattfinden. Wie soll eine Schule einen soliden Stundenplan vorlegen, wenn sie erst am Ende der laufenden Woche weiß, welche Lehrkräfte sie nun wirklich zur Verfügung hat?"
Die GEW BERLIN rechnet auch mit Anfangsschwierigkeiten nach der Einschulung der ersten Klassen am Samstag. Immerhin hatte die Senatsbildungsverwaltung in den Ferien "plötzlich" gemerkt, dass 3.000 Schüler/innen mehr als prognostiziert vor den Berliner Schultüren stehen würden! Niemand weiß heute, auch der Senator nicht, wie hoch der tatsächliche Ausstattungsgrad der Schulen mit Lehrkräften ist. Eine genaue Aussage dazu hatte Senator Böger auf seiner Pressekonferenz am vergangenen Freitag sorgfältig vermieden.
Rose-Marie Seggelke: "Die Schulleitungen wurden mit ihren Problemen weitestgehend allein gelassen. Selbstverständlich müssen Einzelfälle sorgfältig untersucht und die Schulleitungen gegebenenfalls beraten werden. Die Gesamtverantwortung für den überstürzten und nicht sorgfältig vorbereiteten Schuljahresanfang bleibt aber nach wie vor beim dafür zuständigen Senator!"
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