Kultusministerin Monika Hohlmeier: Deutschland hat bei PISA aufgeholt

Anlässlich der Vorabberichte zur neuen PISA-Studie hat Kultusministerin Monika Hohlmeier betont, dass es Deutschland als einem der wenigen Länder gelungen sei, in allen drei Kompetenzbereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz aufzuholen. Im Vergleich zur PISA-Studie 2000 hätten sich die deutschen Länder in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften sogar signifikant verbessert.

07.12.2004 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Dabei sei zu bedenken, dass zwischen der Bekanntgabe der PISA-Ergebnisse im Dezember 2001 und dem Test-Zyklus im Frühjahr 2003 gerade einmal 18 Monate lagen, um Reformen einzuleiten. "Die Länder sind auf dem richtigen Weg. Die Anstrengungen müssen jedoch verstärkt werden, denn ein Platz im internationalen Mittelfeld ist nicht zufrieden stellend", sagte Hohlmeier.

Die Ministerin bedauerte, dass es auch bei PISA 2003 nicht möglich war, den Ländervergleich parallel zum internationalen Bericht zu liefern. "Die einzelnen Länder müssen nun bis zum Herbst 2005 warten. Diese zeitliche Verzögerung ist nicht begründet und lässt eine vertiefte Analyse innerhalb Deutschlands nicht zu. Der Ländervergleich 2001 hat bereits gezeigt, dass die Leistungen unter den Ländern sehr unterschiedlich sind und jedes Land unterschiedliche Konsequenzen ziehen muss", sagte Hohlmeier.

So habe Bayern beispielsweise nach PISA 2000 die Sprachlernklassen eingeführt, damit Kinder mit Migrationshintergrund noch besser Deutsch lernen. "Die Studie hat uns bereits 2001 attestiert, dass wir ausländische Kinder innerhalb Deutschlands am besten fördern. Wir haben uns damit aber nicht zufrieden gegeben und unsere Anstrengungen zur besseren Förderung von Migrantenkindern verstärkt", sagte Hohlmeier. Die neuen Ergebnisse von PISA 2003 bestärkten Bayern darin, mit der jetzt beschlossenen Ausweitung der Vorkurse und den Sprachlernklassen einen richtigen Schwerpunkt gesetzt zu haben. "Die Beherrschung der deutschen Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg. Umso notwendiger ist es, die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu verbessern", so die Ministerin.

Die Koppelung zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzerwerb sei in Deutschland noch zu stark ausgeprägt. Bayern werde seine Maßnahmen zur individuellen Förderung, zum Ausbau von Ganztagesschulen und ganztägigen Förderangeboten sowie zur Stärkung der Durchlässigkeit des Schulsystems konsequent vorantreiben. "Mit der FOS 13 haben wir für begabte Schülerinnen und Schüler mit der Mittleren Reife einen attraktiven Weg zur allgemeinen Hochschulreife geschaffen."

Einer Neuauflage der Diskussion um Schulsysteme erteilte Hohlmeier eine klare Absage: "Die Studie bestätigt schwarz auf weiß die bayerische Linie, dass für den Schulerfolg nicht Strukturen, sondern die Qualität des Unterrichts entscheidend ist."


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