11,6 Prozent der unter Dreijährigen in Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege betreut

In Baden-Württemberg wurden im März 2007 insgesamt knapp 380 000 Kinder in 7 703 Kindertageseinrichtungen (Kindergärten, Krippen, Schülerhorten und altersgemischten Einrichtungen) betreut. In öffentlich geförderter Kindertagespflege (Betreuung durch Tageseltern) wurden in Baden-Württemberg rund 13 300 Kinder betreut. Dies sagte die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Carmina Brenner, heute vor der Presse in Stuttgart

10.01.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Bei der Altersgruppe der unter Dreijährigen besuchen rund 27 000 Kinder eine Kindertageseinrichtung, das ergibt eine Betreuungsquote von 9,5 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe. Im Jahr 2006 wurden rund 21 200 Kinder in einer Kindertageseinrichtung betreut. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Zuwachs von gut einem Viertel. Rund 23 Prozent der Kinder (6 200) nimmt eine Betreuungszeit von über 7 Stunden und damit eine Ganztagsbetreuung in Anspruch. In der Kindertagespflege wurden zusätzlich 6 049 Kinder unter drei Jahren betreut, eine ganztägige Betreuung gab es in dieser Altersgruppe bei 1 330 Kindern (22 Prozent). Damit ergibt sich eine Betreuungsquote von 11,6 Prozent der unter Dreijährigen, die entweder in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege betreut werden. 2006 lag der emtsprechende Wert noch bei 8,8 Prozent.

Bei der Betreuung von Kleinkindern ist für viele Eltern in Baden-Württtemberg die Kindertagespflege eine wichtige Alternative zu den Kindertageseinrichtungen. Die meisten der von den Tagesmüttern und Vätern betreuten Kinder sind zwischen ein und drei Jahre alt. In Kindertageseinrichtungen werden dagegen hauptsächlich die Drei- bis Sechsjährigen im Kindergartenalter betreut. (s. Schaubilder)

Große regionale Unterschiede bei der Kleinkindbetreuung

Die Betreuungsquoten in den einzelnen Stadt- und Landkreisen (s. Tabelle) zeigen bei der Altersgruppe der unter Dreijährigen in Kindertageseinrichtungen deutliche regionale Unterschiede, während bei den Kindergartenkindern in nahezu allen Kreisen Quoten zwischen 90 und 95 Prozent, also annnähernd Vollversorgungen, zu verzeichnen sind. Bei der Kleinkindbetreuung errechnen sich vor allem in vielen Stadtkreisen hohe Betreuungsquoten, insbesondere in den Städten Heidelberg (26 Prozent), Freiburg (19,7 Prozent) und Stuttgart (knapp 19 Prozent), aber auch in den Landkreisen Tübingen (15,1 Prozent) und Konstanz (12,3 Prozent). Unterschiede zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen sind auch in der Kindertagespflege festzustellen. Die höchsten Betreuungsquoten haben die Stadtkreise Karlsruhe und Freiburg im Breisgau mit jeweils 4,4 Prozent sowie Ulm mit 4 Prozent. Aber auch die Landkreise Tübingen (3,8 Prozent) und Esslingen (3,3 Prozent) weisen überdurchschnittliche Betreuungsquoten auf.

Die Betreuungsquote, also der Anteil der betreuten Kinder in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege an allen Kindern der Altersgruppe, ist in der Stadt Heidelberg mit 28,9 Prozent am höchsten. An zweiter und dritter Stelle stehen Freiburg (24,1 Prozent) und Stuttgart (knapp 22 Prozent). Unter den Landkreisen verzeichnen Tübingen, der Rhein-Neckar-Kreis und Konstanz die höchsten Betreuungsquoten. Die größten Veränderungen der Betreuungsquoten bei den unter Dreijährigen gegenüber 2006 verzeichnen der Landkreis Konstanz mit einem Plus von 6 Prozentpunkten und die Stadt Heidelberg mit einer Steigerung um 5,5 Prozentpunkte. Bis 2013, so das Ziel, soll es für rund ein Drittel der 1 bis 3-Jährigen ein Angebot in einer Kindertageseinrichtung oder bei einer Tagesmutter geben.


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