Ahnen: Immer mehr Plätze für Zweijährige – Land zahlt 6,44 Millionen Euro

Das Landesprogramm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" sorgt für einen deutlichen Ausbau der Bildungs- und Betreuungsangebote. "Bei der ersten Endabrechnung des Betreuungsbonus, der den Ausbau der Angebote für zweijährige Kinder in den Kommunen unterstützt, zeigt sich, dass im Landesschnitt bereits Ende 2006 eine Versorgungsquote von 18,6 Prozent erreicht war. Diese Quote ist in der Zwischenzeit mit Sicherheit weiter gestiegen. 186 Kommunen – Verbandsgemeinden, Städte oder verbandsfreie Gemeinden – haben Ende 2006 den Schwellenwert für die Bonuszahlungen, der bei einer Versorgungsquote von 10 Prozent liegt, überschritten. Vier Gemeinden liegen sogar bereits über 40 Prozent. Das Land schüttet daher nun Bonuszahlungen im Gesamtwert von 6,44 Millionen Euro aus", teilte Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen jetzt mit. Hiervon fließen gut 4,5 Millionen Euro unmittelbar an die Jugendämter und Träger der Kindertagesstätten, der Rest kommt den Kommunen über eine Entlastung im Kommunalen Finanzausgleich zugute.

23.11.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Das am 1. Januar 2006 in Kraft getretene Landesgesetz zum Ausbau der frühen Förderung sieht unter anderem vor, dass das Land die Kommunen zur Absicherung des für 2010 festgeschriebenen Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz für Zweijährige beim Ausbau der Angebote durch einen Betreuungsbonus unterstützt. Liegt zum Ende eines Jahres in einer Kommune die Versorgungsquote über 10 Prozent aller zweijährigen Kinder, weist das Land für jedes in Kindertagesstätten betreute zweijährige Kind 1.000 Euro und für jedes in Tagespflege betreute zweijährige Kind 700 Euro zu. Liegt die Versorgungsquote in Kindertagesstätten über 40 Prozent, erhöht sich der Betreuungsbonus auf 2.050 Euro für jedes Zweijährige. "Mit diesem bundesweit einmaligen Anreizsystem unterstützt das Land die Kommunen nicht nur bei der Umsetzung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes von 2005. Rheinland-Pfalz trägt so auch dazu bei, dass der zwischen Bund, Ländern und Kommunen vereinbarte Ausbau der Angebote für Kinder unter drei Jahren gefördert wird", unterstrich Doris Ahnen.

Die Bildungs- und Jugendministerin appellierte an alle Kommunen, den Ausbau der Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren weiter zu intensivieren. Noch gebe es deutliche Unterschiede zwischen den Kommunen im Land. Gut 12 Prozent aller Städte, Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden (insgesamt: 26) hätten Ende 2006 bei den zweijährigen Kindern eine Versorgungsquote von 10 Prozent noch nicht erreicht gehabt.


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