Arbeitgeber

Bessere Kitas statt Betreuungsgeld

(red/pm) Klare Worte: Für den weiteren und nachhaltigen Ausbau der Kindertageseinrichtungen hat sich die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ausgesprochen. Jedes Kind soll eine Chance haben, sich zu entwickeln und die bestmögliche Bildung zu erhalten. Dabei plädiert die BDA für einen Ausbau der Infrastruktur statt einer Erhöhung von Kindergeld, Kinderfreibetrag oder gar eines neuen Betreuungsgeldes. Qualitätssicherung habe Vorrang vor Kostenfreiheit.

20.07.2011 Artikel
  • © bikl.de

Dieses Ziel will die BDA mit einem 8-Punkte-Katalog erreichen, den sie gestern in Berlin vorstellte. Gute Bildungssysteme, hieß es dort, zeichneten sich im internationalen Vergleich dadurch aus, dass die Förderung der Kinder weit vor der Schule beginne. Der in Deutschland besonders enge Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg müsse vor allem durch eine frühe Förderung weiter entkoppelt werden.

Obwohl darüber mittlerweile in Politik und Gesellschaft Konsens bestehe, sei angesichts knapper öffentlicher Kassen zu beobachten, dass über dem quantitativen Aufbau der Betreuung - vor allem für Kinder unter drei Jahren - der qualitative Ausbau zu Bildungseinrichtungen vernachlässigt werde.

In einem 8-Punkte-Katalog hat die BDA nun konkrete Forderungen formuliert. Dazu gehört die Vermittlung von Sprachkompetenz ebenso wie der erste Umgang der Kinder mit mathematischen Größen, Mengen und Relationen sowie Erfahrungen mit Phänomenen der Natur und Technik im forschenden Experimentieren. Die Kultusminister hätten die Aufgabe, bundesweit gemeinsame und verbindliche Bildungsstandards zu vereinbaren und umzusetzen.

Außerdem seien an den gewachsenen Aufgaben der Frühpädagogen auch die Aus- und Fortbildung sowie die Bewertung und Bezahlung ihrer Arbeit zu orientieren. Statt Kindergeld oder Kinderfreibetrag zu erhöhen oder gar das neue Betreuungsgeld einzuführen sollten die Mittel in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt werden.


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