Bildungsministerin Ahnen eröffnet neues FH-Studium für Leitungskräfte in Kindertagesstätten

Der heutige Startschuss für den berufsbegleitenden Fernstudiengang ,Bildungs- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt frühe Kindheit´ auf dem RheinAhrCampus Remagen der Fachhochschule Koblenz ist ein weiterer Schritt zur qualitativen Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus." Das unterstrich die rheinland-pfälzische Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen bei der feierlichen Semestereröffnung des neuen Studienganges, in dem sich die Studierenden über drei Jahre hinweg für Leitungsaufgaben in Kindertagesstätten weiterqualifizieren.

01.04.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Das neue Studienangebot sei Bestandteil einer umfassenden Gesamtkonzeption, die Bildung und Erziehung in den Kindertagesstätten im Land weiter ausbauen, die individuelle Förderung von Kindern schon im frühen Alter verstärken und damit auch einen Beitrag zur Verbesserung der Chancengleichheit leisten solle, erinnerte die Ministerin. "In den ersten sechs Lebensjahren werden entscheidende Weichen für das weitere Leben gestellt. Wir wollen Kindern dabei möglichst optimale Chancen verschaffen", so Doris Ahnen weiter. Dieses Ziel verfolgten bereits die 2003 entwickelten neuen Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten und das seit Herbst 2004 umgesetzte neue Ausbildungskonzept für Erzieherinnen und Erzieher mit der zweijährigen Sozialassistenz und der anschließenden dreijährigen Fachschulausbildung. Wichtige Impulse für die Intensivierung der frühkindlichen Bildung bringe zudem das neue Landesprogramm "Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an". Dazu gehöre auch, dass ein deutlicher Ausbau der Weiterbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher erfolge, die Verstärkung der Sprachförderung und Schulvorbereitung. Zum anderen wolle das Land mit massivem eigenem Engagement dafür sorgen, dass mehr Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen würden, dass ab 2010 Eltern von zweijährigen Kindern, die das wünschten, einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz erhielten, und dass ab Anfang 2006 für das letzte Kindergartenjahr Beitragsfreiheit gelte. Diese Vorhaben stießen - wie unabhängige Umfragen zeigten - landesweit auf ein sehr positives Echo. So hätten im März-"politrend" des SWR 79 Prozent aller Befragten die mit dem Programm verbundene intensivere Förderung im Kindergarten begrüßt. 77 Prozent der Befragten hätten den Ausbau der Angebote für Kinder unter drei Jahren unterstützt.

"Das heute hier startende Studienangebot für Leitungskräfte ergänzt diese Maßnahmen in geradezu idealer Weise, weil damit in den Kindertagesstätten zugleich die Kenntnisse über Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements und über die Steuerung von Bildungsprozessen vertieft werden, sowie das betriebswirtschaftliche Wissen erweitert wird", betonte die Bildungs- und Jugendministerin. Wie groß das Interesse bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kindertagesstätten an einem solchen Qualifizierungsangebot sei, das habe beispielsweise die Zahl von 184 Bewerbungen gezeigt, die bis zum Bewerbungsschluss am 15. Januar für die 35 Studienplätze im Startsemester an der Fachhochschule Koblenz eingegangen sei. "Und die Resonanz geht dabei weit über die Landesgrenze hinaus", sagte Doris Ahnen. Zwar sei die Hälfte aller Bewerbungen von Erzieherinnen und Erziehern aus Rheinland-Pfalz gekommen, doch neben einer größeren Zahl von Interessierten aus Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern hätten sich weitere Bewerberinnen und Bewerber aus allen Bundesländern und auch aus Belgien gemeldet und an einem abgestuften, individuellen Auswahlverfahren teilgenommen.

"Ich bin sicher, dass der neue Studiengang mit seiner Mischung aus Fernstudium und Präsenzphasen, aus Projektarbeit am eigenen Arbeitsplatz, individuellen Coachingangeboten und gemeinsamen Exkursionen nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die Kindertagesstätten, in denen sie jetzt oder künftig arbeiten, eine Bereicherung bringen wird. Davon profitieren werden in jedem Fall die Kinder", unterstrich Bildungsministerin Ahnen. Zugleich lobte sie ausdrücklich die hervorragende Vorbereitung des Studienganges durch das Team der Fachhochschule Koblenz unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Sell.

Mehr zu dem neuen Studiengang im Internet unter: www.kita-studiengang.de


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