"Die Lehrer fühlen sich hier richtig wohl"
(bikl) Erneut hat sich die Bildungsmesse als Besuchermagnet für Lehrer, Erzieherinnen und Weiterbildner erwiesen. Rund 75 000 Besucher konnte die didacta in Stuttgart in den letzten fünf Tagen verzeichnen. "Die Lehrer fühlen sich hier richtig wohl", resümierte der Vorsitzende des VDS - Verband der Bildungsmedien, Dr. Gerd-Dietrich Schmidt.
04.03.2005 ArtikelDer Geschäftsführer des im vergangenen Jahr neu gegründeten Schulbuchverlags Duden Paetec betonte, es sei üblich, dass die Schulbuchverlage mit einer großen Standbesetzung anwesend sind, mit geschulten Außendienstmitarbeiter und vielen Redakteuren. So könnten Lehrer von den Experten vor Ort Ausführliches über die Konzeption der einzelnen Lehrwerke erfahren.
Wichtige Aufgabe für Verlage
Den großen Informations- und Weiterbildungsbedarf der Lehrer hatte auch Ulrike Jürgens, Geschäftsführerin für den Bereich Grundschule der Verlagsgruppe Schroedel, Westermann, Diesterweg festgestellt. "Es ist generell eine wichtige Aufgabe der Verlage geworden, die Lehrer zu informieren und zu beraten, weil die Lehrerfortbildung der Bundesländer doch zurückgegangen ist. Auch deswegen nutzen die Lehrer intensiv die Angebote der Bildungsmesse."
Große Zufriedenheit auch beim didacta Verband, der gemeinsam mit dem VdS-Bildungsmedien die Messe ausrichtet. "Wir hatten immerhin 40 000 Lehrer hier in dieser Woche, gut 15 000 Erzieherinnen und eben so viele Aus- und Weiterbildner." Wie in den vergangenen Jahren auch nutzten die Erzieherinnen intensiv die speziell für sie angebotenen Seminare, in denen es um Qualität im Kindergarten, Medienerziehung, Sprachförderung oder auch Management von Kindertagesstätten ging.
Von Trainern profitieren
Dass die vier Bereiche der Bildungsmesse - nämlich Kindergarten, Schule, Ausbildung und Weiterbildung - nicht einfach nur unter einem gemeinsamen Dach angeboten werden, sondern sehr viel miteinander zu tun haben, machte André Jünger vom Gabal Verlag deutlich. "Hier findet eine Verzahnung von Training und Lehrerfortbildung statt. Denn die Schulen orientieren sich immer mehr am offenen Markt, an den Angeboten von Trainern und Weiterbildnern. Lehrer, aber auch Erzieherinnen profitieren davon, was wir hier - im methodischen Bereich zum Beispiel - anbieten."
Kein fester Standort
Die Bildungsmesse, das machte Dr. Schmidt noch einmal deutlich, wird eine "Wandermesse" bleiben. "Es ist eine Messe, die Fachbesucher anspricht, das heißt Lehrer und Erzieher. Und die reisen nur aus einem Umkreis von etwa 150 km an. Wir wollen und müssen bundesweit agieren, deswegen können wir die Bildungsmesse nicht nur an einen Standort binden."
Neue Ziele
Im nächsten Jahr wird die Messe in Hannover stattfinden. Bis dahin, so verriet Reinhard Koslitz vom didacta Verband "werden wir versuchen, den Hochschulbereich zu aktivieren, den Bereich Blended Learning / E-Learning zu motivieren und schließlich noch die Eltern stärker einzubinden."
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