Erzieherinnen brauchen Unterstützung - Prof. Dr. Strätz weist auf die Notwendigkeiten in der "Welt des Kindes" hin!
19.07.2011 Artikel
.
Warum Erzieherinnen Unterstützung brauchen und wie die Vielfalt von Unterstützungsformen aussehen können, beschreibt Prof. Dr. Rainer Strätz in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Welt des Kindes", die vom Verband Kath. Tageseinrichtungen (KTK) herausgegeben wird.
Anmerkungen:
Unabhängig von den u.a. in NRW laufenden Auseinandersetzungen über die für eine gute pädagogische Arbeit erforderlichen Rahmenbedingungen macht der Autor darauf aufmerksam,
- dass die Schwierigkeit in pädagogischen Berufen u.a. nicht darin liegt, Wissen oder Konzept anzuwenden, sondern in der Handlungskompetenz nicht in unreflektiert zu handeln, um so immer offen auf neue Sichtweisen auf das einzelne Kind zu bleiben. "Keine Erzieherin darf von vornherein wissen, was gut für Kinder (ist).
- Er macht darauf aufmerksam, dass sich die Lebenssituationen von Familien und Kindern ständig wandeln und deshalb auch eine permanente konzeptionelle Veränderung notwendig ist. So stellt sich nicht nur die Anforderung an die Erwachsenen in Bezug auf ein "lebenslanges Lernen", sondern auch in Bezug auf das, welche Bereitschaften und Einstellungen für Kinder von Bedeutung sein können.
- Er beschreibt, dass Unterstützungen innerhalb der Einrichtung z.B. durch Teamfortbildungen, durch Angebote "außerhalb", jedoch durch den Austausch zwischen "innen" und "außen" systematisch z.B. durch die Einrichtungsleitung oder Fachberatung verknüpft werden kann.
- Entscheidende Unterstützungen erfolgten jedoch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene durch Anerkennung und Wertschätzung "in Euro". Wesentlich sei jedoch, das "keine zusätzlichen oder neuen Aufgaben mehr formuliert werden, ohne dass gleichzeitig die für deren Erfüllung notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden."
Damit ist aber dann auch wieder der Bogen zu aktuellen Diskussionen über Aufgabenstellungen und die dazu erforderlichen Rahmenbedingungen nicht nur bei neuen Aufgaben "auf der Tagesordnung", sondern es muss auch bedacht werden, ob die Rahmenbedingungen überhaupt im Verhältnis zu den bereits bestehenden Anforderungen "auskömmlich" sind.
Der Beitrag beschreibt damit m.E. das Spannungsfeld zwischen Anforderungen, Aufgabenstellungen und Rahmenbedingungen sehr zutreffend.
Keine Kommentare vorhanden