Kinderbildungsgesetz NRW

Fachkräftebedarf - Ausbildungsprobleme entsprechen den Ausbauproblemen für U3-Angebote

17.01.2012 Artikel

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Mit einem Bericht zur Situation der Erzieher/innen-Ausbildung an einem Dortmunder Berufskolleg macht die Westfälische Rundschau durch den Beitrag von Peter Ring darauf aufmerksam, dass die Problemstellung der unzulänglichen Ausbausituation der für "U-3-Plätze" entspricht: Es fehlen zur Aufstockung der Ausbildungskapazitäten auch hier Fachkräfte (Lehrer/Lehrerinnen) und Räume. Diese Unzulänglichkeit fasst der Schulleiter Klaus Krutmann so zusammen:

"Wir sind an der Kapazitätsgrenze."

Kommentar:

Insofern müssten Land und Kommune auch hier mehr investieren, um dem Fachkräftebedarf entgegenzuwirken. Bis zum Jahr 2013 wird, und darauf wurde an anderer Stelle bereits hingewiesen, in NRW ein Fachkräftebedarf von 7.000 zusätzlichen Stellen erwartet und auch die fast notwendige Verdoppelung der Plätze zur Erfüllung des unterstellten Mindestbedarfs im Jahr 2013 ist nur zu erreichen, wenn Land und Kommunen in ihren Anstrengungen deutlich zulegen.

Nach den Berichten zur Fachkräftesituation bei dem städtischen Eigenbetrieb FABIDO (Information vom 29.12.11) und der Situationseinschätzung aus der Sicht der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di (Information vom 6.1.12) wird mit dem Blick auf die "Ausbildungsstätten" die sich abzeichnende Dramatik deutlich: Es gibt mangelt an zusätzlichen Kapazitäten, um dem sich abzeichnenden Fachkräftebedarf entgegenzutreten. Und: Da nicht alle Auszubildenden zukünftig dem Arbeitsfeld zur Verfügung stehen, sind die durch die Landesregierung aufgezeigten Absolventinnenquoten aus der Beantwortung der Kleinen Anfrage 1173 (Information vom 30.11.11) nach unten zu korrigieren.

Nicht alle Schülerinnen beenden die Ausbildung. Nicht alle werden, so der Hinweis von des Leiters der Fachschule, Arnold Bremer, nach Abschluss als Erzieherin tätig, einige wechseln in einen anderen Job, andere studieren. Ausgebildete stehen aber auch Tätigkeiten in anderen Arbeitsfeldern offen, z.B. Hilfen zur Erziehung, Freizeitpädagogik, Offene Ganztagsschule.

Aber auch auf die Belastungen, die die Attraktivität des Arbeitsfeldes für Berufsanfänger beeinträchtigen, wurde zutreffend aufmerksam gemacht, in dem die "Zurückhaltung der Arbeitgeber" bei der Einstellung, die Befristung von Arbeitsverträgen und die Teilzeitarbeitsverhältnisse als Faktoren benannt wurden.

So machen die Berichte aus der Sicht einer NRW-Großstadt auf die Gesamtproblematik aufmerksam und fordern vor allem die Landesregierung auf, endlich ein Konzept gegen den Fachkräftebedarf zu vorzulegen, Ausbildungskapazitäten jetzt zu erhöhen, und vor allem die mit dem KiBiz zusätzlich eingetretenen Verschlechterungen der Rahmenbedingungen zu verbessern. Dazu gehört, dass im Rahmen der 2. Stufe der Revision jetzt das Pauschalierungssystem korrigiert, die Pauschalen erhöht und die personelle Ausstattung verbessert wird.


Weiterführende Links

  • bildungsklick berichtete zur FABIDO-Sicht
  • bildungsklick berichtete zur Antwort der Landesregierung
  • bildungsklick berichtete zur Gewerkschaftssicht

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