"Früh Deutsch lernen“ in 2007 bereits im vierten Jahr

Kinder, welche die deutsche Sprache nicht ausreichend sprechen und verstehen können, haben in der Schule häufig Probleme. Seit dem Schuljahr 2003/2004 gibt es deshalb im Saarland für diese Kinder die Möglichkeit, im Rahmen des Sprachförderprogramms "Früh Deutsch lernen“ in für die Eltern kostenlosen Kursen vor der Einschulung ihre Deutsch-Kenntnisse so zu verbessern, dass sie erfolgreich am Unterricht in der Schule teilnehmen können. "Dies ist sowohl ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit und für eine erfolgreiche Schullaufbahn als auch zur Integration“, betonte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath.

15.11.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Ausweitung der Sprachförderung vor der Grundschule für Integration und Chancengleichheit Kinder mit Nachholbedarf in der deutschen Sprache können im letzten Halbjahr vor der Einschulung kostenlos und freiwillig Vorkurse besuchen. Insgesamt sechs Monate erhalten sie jeweils zehn Schulstunden pro Woche eine intensive und altersangemessene Förderung in Deutsch. Das Programm wird in Kooperation des saarländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft mit dem Paritätischen Bildungswerk Rheinland-Pfalz/Saarland durchgeführt. Auch nach der Einschulung stehen die Kursleiterinnen und -leiter noch einige Monate für ergänzende Sprachförderung zur Verfügung, um das Gelernte gezielt zu vertiefen und den Einstieg in die Grundschule erfolgreich zu gestalten.

Im vergangenen Jahr haben von den insgesamt 298 Kindern, die an den Vorkursen teilnahmen, 295 Kinder mit Erfolg an der Sprachfördermaßnahme teilgenommen. In "Früh Deutsch lernen“ werden im Jahr 2007 mit den neu hinzugenommenen Standorten Grundschule St. Ingbert-Rischbachschule (mit Dependancen Wiesentalschule und Rentrisch), Grundschule Sulzbach - Altenwald (Waldschule) und Grundschule Saarlouis-Roden (Römerberg) dann bereits 42 Grundschulstandorte im Land einbezogen sein, insbesondere Schwerpunktstandorte mit einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund (2006 waren es 28 Grundschulen mit 37 Grundschulstandorten.). "Wichtig ist dabei, dass die Kinder sowohl kontinuierlich an dieser Form der spielerischen Sprachschulung teilnehmen, als auch an den übrigen Tagen der Woche den Kindergarten besuchen“, so Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath, "wo sie gemeinsam mit anderen Kindern ebenfalls gezielt auf die Einschulung vorbereitet werden.“


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